Porträt von Israel Zangwill
Foto: unbekannter Urheber · Wikimedia Commons

Autor

Israel Zangwill

Englischer Schriftsteller, Journalist und zionistischer Aktivist

Geboren
21. Januar 1864, London
Gestorben
1. August 1926, Midhurst
Staatsangehörigkeit
Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland
Beruf
Schriftsteller, Dramatiker, Komiker, Romancier und Journalist
Strömung
Cultural Zionism
Wichtige Werke
The Melting Pot

Leben und Werk

Israel Zangwill (* 21. Januar 1864 in London; † 1. August 1926 in Midhurst, Sussex) war ein britischer jüdischer Schriftsteller, Essayist, Journalist und politischer Aktivist in der feministischen, pazifistischen und zionistischen Bewegung. Zangwill ist nach überwiegender Meinung der Historiker der Autor des zionistischen Slogans „Ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land“. Dieser erschien erstmals im Dezember 1901 im Artikel The Return to Palestine der New Liberal Review.

Familie und Ausbildung

Zangwill wurde in London als Sohn armer jüdischer Einwanderer aus dem zaristischen Russland und Polen geboren. Er verbrachte seine frühe Kindheit in Plymouth und Bristol. Mit acht Jahren kehrte er mit seiner Familie nach London ins East End zurück, wo er die „Jews’ Free School“ besuchte, an der er später auch als Lehrer tätig war. Er studierte an der Universität in London und schloss 1884 in Geisteswissenschaften, Englisch und Französisch mit Auszeichnung ab.

1903 heiratete er Edith Ayrton, eine Feministin und Schriftstellerin. Mit ihr hatte er zwei Söhne und eine Tochter.

Leben und Wirken

Zangwill war Mitarbeiter verschiedener Zeitschriften und veröffentlichte zahlreiche Essays, Dramen und Romane. Als 17-Jähriger gewann er den ersten Preis in einem Wettbewerb für Kurzgeschichten, seine erste Erzählung, Motso Kleis or the Green Chinee, schrieb er mit 18 Jahren. Berühmt wurde Zangwill 1892 mit seinem Roman Children of the Ghetto (Kinder des Ghettos). Die größte literarische Nachwirkung erzielte er mit The Big Bow Mistery, das heute als Klassiker des Krimi-Genres bezeichnet wird. Das Motiv des Mordes hinter verschlossenen Türen tauchte zwar erstmals bei Edgar Allan Poe Murders of the Rue Morgue (1841) auf, Zangwill beeinflusste aber unmittelbar Gaston Leroux mit Das Geheimnis des gelben Zimmers (1904). Sein bekanntestes Theaterstück ist das 1908 in den USA uraufgeführte Drama The Melting Pot (Der Schmelztiegel).

Text: “Israel Zangwill”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Israel Zangwill

16 bücher