John Davys Beresford (als Autor meist J. D. Beresford; geboren am 7. März 1873 in Castor, Cambridgeshire; gestorben am 2. Februar 1947 in Bath) war ein britischer Schriftsteller, der vorwiegend phantastische und utopische Stoffe behandelte und als ein früher Vertreter der britischen Science-Fiction gilt.
Leben
Beresford war der Sohn eines Geistlichen. Er besuchte die Schule in Oundle School, eine traditionsreiche Internatsschule in Northamptonshire, und studierte anschließend Architektur, übte diesen Beruf aber nicht aus, sondern wurde Schriftsteller, arbeitete zunächst als Journalist und Dramatiker und nahm intensiv am literarischen Leben des edwardianischen London teil.
Sein erstes Buch war der Bildungsroman The Early History of Jacob Stahl (1911), erster Teil einer Trilogie mit den Fortsetzungen A Candidate for Truth (1912) und The Invisible Event (1915).
Sein bekanntestes Buch ist sein zweiter Roman The Hampdenshire Wonder, der die Geschichte eines kindlichen Übermenschen erzählt, den sein überragender Intellekt dazu führt, Religion rundweg abzulehnen – auch Beresford vertrat agnostische Positionen – und der schließlich von einem fanatischen Kirchenmann ermordet wird.
Neben seinen Romanen verfasste er zahlreiche Kurzgeschichten, die in fünf Bänden gesammelt erschienen, nämlich Nineteen Impressions (1918), Signs and Wonders (1921), The Imperturbable Duchess (1923), The Meeting Place (1929) und Blackthorn Winter (1936). Darüber hinaus betätigte er sich als Kritiker und Essayist. Er schrieb eine der ersten Arbeiten über H. G. Wells, schrieb Buchkritiken für den Manchester Guardian, den New Statesman, für The Spectator, die Westminster Gazette und auch für The Aryan Path, die Zeitschrift der Theosophen.