Porträt von J. F. C. Hecker
Foto: Rinck; Lithography by A. Remy · Wikimedia Commons

Autor

J. F. C. Hecker

Deutscher Medizinhistoriker

Geboren
5. Januar 1795, Erfurt
Gestorben
11. Mai 1850, Berlin
Staatsangehörigkeit
Erfurter Staat, Fürstentum Erfurt und Königreich Preußen
Beruf
Medizinhistoriker, Arzt, Hochschullehrer, Pathologe und Historiker

Leben und Werk

Justus Friedrich Karl Hecker, auch Carl (* 5. Januar 1795 in Erfurt; † 11. Mai 1850 in Berlin), war ein deutscher Medizinhistoriker und Hochschullehrer.

Leben und Wirken

Hecker war ein Sohn des Arztes und Erfurter Hochschullehrers August Friedrich Hecker (1763–1811). 1805 übersiedelte die Familie von Erfurt, wo der Vater seit 1790 Professor für Medizin war, nach Berlin, wo der Vater eine Professur für Medizin am Collegium medico-chirurgicum antrat. Er studierte an der Universität Berlin Medizin und war im Corps Marchia I aktiv. 1813 nahm er als Freiwilliger an den Befreiungskriegen teil. Nach Kriegsende setzte er sein Studium in Berlin fort. Im Juli 1817 wurde er zum Doktor der Medizin promoviert. Er habilitierte sich im November desselben Jahres und wurde Privatdozent. Bereits 1818 hielt er auch Vorlesungen über Medizingeschichte. 1822 wurde er zum Extraordinarius und 1834 mit einem selbständigen Ordinariat für Geschichte und Enzyklopädie der Medizin zum ersten o. Professor für Geschichte der Medizin Berlins ernannt. Diese Stelle bekleidete er bis zu seinem Tod. 1844/45 war er Rektor der Friedrich-Wilhelms-Universität.

Hecker arbeitete an dem von den Professoren der medicinischen Fakultät zu Berlin herausgegebenen Encyclopädischen Wörterbuch der medicinischen Wissenschaften mit. Er gilt als Begründer der Historischen Pathologie, die sich mit der Geschichte der Seuchen befasst. Seine ersten bedeutenden Arbeiten auf diesem Gebiet waren 1832 Der schwarze Tod im 14. Jahrhundert und Die Tanzwuth, eine Volkskrankheit im Mittelalter. Beide Schriften sind ins Englische, die zweite auch ins Französische und Italienische übersetzt worden. Zwei Jahre später veröffentlichte er Der englische Schweiß. Ein ärztlicher Beitrag zur Geschichte des 15. und 16. Jahrhunderts, dann die kleine Arbeit De peste Antoniniana (1835). Die späteren Schriften sind genannt in Engelmann: Bibliotheca medico-chirurgica 1848, S. 231 und 1868, S. 100. Ein vollständiges Verzeichnis von Heckers Schriften bis 1839 findet sich in Callisen: Medizinisches Schriftstellerlexikon, Bd. VIII. S. 235 und Bd. XXVIII. S. 424.

Text: “Justus Hecker”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von J. F. C. Hecker

3 bücher