Porträt von Jacob A. Riis
Foto: Pirie MacDonald · Wikimedia Commons

Autor

Jacob A. Riis

US-amerikanischer Fotograf

Geboren
3. Mai 1849, Ribe
Gestorben
26. Mai 1914, Barre
Staatsangehörigkeit
Vereinigte Staaten und Königreich Dänemark
Beruf
Fotograf, Schriftsteller, Journalist, Fotojournalist und Biograf
Wichtige Werke
How the Other Half Lives · The Children of the Poor: A Child Welfare Classic

Leben und Werk

Jacob August Riis (* 3. Mai 1849 in Ribe, Dänemark; † 26. Mai 1914 in Barre, Massachusetts) war ein dänisch-amerikanischer Journalist und Fotograf und gilt als ein Pionier der sozialdokumentarischen Fotografie.

Leben

Jacob. A. Riis wurde im dänischen Ribe als drittes von fünfzehn Kindern geboren, arbeitete in Kopenhagen als Tischler und emigrierte als 21-Jähriger 1870 in die USA. Anfangs Gelegenheitsarbeiter fand er schließlich 1873 eine Stelle als Journalist bei der New Yorker Zeitung South Brooklyn News, wechselte 1877 als Polizei-Reporter zur New York Tribune und arbeitete von 1888 an für die New York Evening Sun. Thema seiner Reportagen waren die East-Side-Slums (Manhattan), die er zwischen zwei und vier Uhr morgens auf der Suche nach authentischen Eindrücken durchstreifte. Trotz der fürchterlichen Missstände, die er beschrieb, war das Echo auf seine Reportagen gering.

Jacob Riis ließ sich als Polizeireporter insbesondere von seinen eigenen Erfahrungen als Migrant, der Armut erfahren hatte, leiten. Er wollte das Schicksal der Obdachlosen und Armen in New York öffentlich machen, die er als gesellschaftliche Opfer und nicht als „Gestalter ihrer Existenz“ ansah.

Den Umgang mit Fotoapparat und Blitzlicht eignete sich Riis selbst an. Er hoffte damit, die Lebensumstände seiner Mitbürger besser dokumentieren zu können. Aufgrund des mit einem Magnesiumpulver-Gemisch betriebenen Blitzes weckte er nicht nur die zumeist schlafend Porträtierten, sondern riskierte auch sein Augenlicht. Er soll zudem zwei Häuser in Brand gesetzt haben. Doch strahlen die Fotografien dank dieser Methode eine hohe dokumentarische Authentizität aus. Dies und Riis’ Praxis, seine Fotografien vielfach in öffentlichen Auftritten mit der „Laterna Magica“ vorzustellen, dürfte dazu beigetragen haben, dass sie zu ihrer Zeit die Öffentlichkeit aufrüttelten und zu sozialen Reformen beitragen konnten.

Text: “Jacob August Riis”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Jacob A. Riis

12 bücher