Porträt von Jacques Bénigne Bossuet
Foto: Hyacinthe Rigaud · Wikimedia Commons

Autor

Jacques Bénigne Bossuet

Französischer Bischof und Autor

Geboren
27. September 1627, Dijon
Gestorben
12. April 1704, Paris
Staatsangehörigkeit
Frankreich
Beruf
Historiker, Schriftsteller, Literaturkritiker, Dichter und katholischer Priester

Leben und Werk

Jacques Bénigne Bossuet (* 27. September 1627 in Dijon; † 12. April 1704 in Paris) war ein französischer Bischof, Theologe und Prediger. Er gilt als ein Hauptvertreter der Lehre vom Gottesgnadentum der Könige im Zeitalter des Absolutismus.

Leben und Schaffen

Jacques Bénigne Bossuet wuchs in einer Richterfamilie auf. Er wurde früh für die Priesterlaufbahn bestimmt und erhielt im Alter von neun Jahren die Tonsur. Seine Schulbildung erhielt er zunächst im Jesuitenkolleg von Dijon, dann im Collège de Navarre in Paris. Als Theologiestudent in Paris verkehrte er in einigen mondänen Salons und glänzte dort mit seiner Beredsamkeit (zum Beispiel in einer zu vorgerückter Stunde improvisierten Predigt). Nach der Priesterweihe und dem Doktorat 1652 wurde er Kanonikus (Domherr) im 1633 von Frankreich annektierten Metz, wo sein Vater ein Richteramt am neu gegründeten Parlement erhalten hatte. Hier machte er sich die Bekämpfung des Protestantismus zur vordringlichen Aufgabe und publizierte 1655 seine erste Schrift, die gegen den protestantischen Pfarrer Ferri gerichtete Réfutation [Widerlegung] du catéchisme de Paul Ferri. Daneben hielt er sich aber häufig auch in Paris auf und war dort Schüler des großen Predigers der Caritas Saint Vincent de Paul (1581–1660).

Ab 1660 lebte er ganz in Paris und machte sich rasch einen Namen als Kanzelredner und Panegyriker. 1662 durfte er im Louvre vor König Ludwig XIV. und dem Hof die Fastenpredigt halten. Hiernach war er in Mode, obwohl er sich nicht scheute, gelegentlich den jungen König zu mehr Sittenstrenge zu ermahnen oder die Reichen an ihre Fürsorgepflicht gegenüber den Armen zu erinnern. Immer öfter wurde er auch gebeten, die Totenmesse für hochstehende Verstorbene zu zelebrieren und dabei eine Trauerrede zu halten, zum Beispiel 1667 für Anna von Österreich, die fromme Königin-Mutter, oder 1670 für Henriette d’Angleterre, die jungverstorbene Schwägerin Ludwigs. 1669 wurde er zum Bischof der kleinen Diözese Condom in Südwestfrankreich ernannt, die er aber weitgehend von Paris aus verwalten konnte. 1671 wurde er Mitglied der Académie Française.

Text: “Jacques Bénigne Bossuet”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Jacques Bénigne Bossuet

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