Jacques Futrelle (* 9. April 1875 im Pike County als John Heath Futrell, Georgia; † 15. April 1912 im Nordatlantik beim Untergang der Titanic) war ein US-amerikanischer Schriftsteller. Seine bekanntesten Werke sind die Kurzgeschichten um die Denkmaschine, Professor Augustus S. F. X. van Dusen, die in Deutschland vor allem in Form der Radiohörspiele von Michael Koser bekannt sind.
Leben
Jacques Futrelle kam am 9. April 1875 als Sohn des College-Lehrers Wiley Harmon Heath Futrell (1847–1918) und dessen Ehefrau Linnie (geb. Bevill) zur Welt. Die Familie stammte von eingewanderten französischen Hugenotten ab.
Futrelle arbeitete zunächst als Journalist für den Sportteil des Atlanta Journal und später für den New York Herald, die Boston Post und den Boston American. 1902 wurde er Manager eines kleinen Theaters in Richmond, Virginia, wo er Stücke zu schreiben begann und auch selbst in mehreren Aufführungen mitspielte. 1905 wurde im Boston American der erste Fall der Denkmaschine veröffentlicht, in Form der als Fortsetzungsgeschichte abgedruckten Erzählung Das sicherste Gefängnis der Welt (Original: The Problem of Cell 13). Am 17. Juli 1895 heiratete Futrelle die amerikanische Schriftstellerin Lily May Peel (1876–1967). Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor: Virginia Futrell Raymond (* 8. November 1896; † 1981) und John Peel Futrell (* 20. November 1898; † 1979).
Nachdem er bis 1906 beim Boston American beschäftigt war, verließ Futrelle den Journalismus, um sich auf seine Tätigkeit als Schriftsteller zu konzentrieren. Den Großteil seiner Zeit verbrachte er bis zu seinem vorzeitigen Tod 1912 in einem Haus in Scituate, Massachusetts, das er „Stepping Stones“ genannt hatte.