Porträt von Jakob Michael Reinhold Lenz
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Autor

Jakob Michael Reinhold Lenz

Deutscher Schriftsteller

Geboren
12. Januar 1751, Cesvaine
Gestorben
4. Juni 1792, Moskau
Staatsangehörigkeit
Deutschland und Russisches Kaiserreich
Beruf
Übersetzer, Dichter, Dramatiker, Lautenist und Schriftsteller

Leben und Werk

Jakob Michael Reinhold Lenz (* 12. Januarjul. / 23. Januar 1751greg. in Seßwegen, Gouvernement Livland, Russisches Kaiserreich; † 24. Maijul. / 4. Juni 1792greg. in Moskau) war ein deutsch-baltischer Schriftsteller des Sturm und Drang.

Leben

J. M. R. Lenz wurde als Sohn des pietistischen Pfarrers (ab 1779 Generalsuperintendent von Livland) Christian David Lenz und Dorothea, geb. Neoknapp (1721–1778), in Seßwegen, ca. 150 km östlich von Riga, geboren. Als er neun Jahre alt war, zog die Familie nach Dorpat, wo der Vater eine Pfarrstelle erhalten hatte. Ein erstes Gedicht wurde veröffentlicht, als er fünfzehn Jahre alt war. Von 1768 bis 1771 studierte er an der Albertus-Universität Königsberg Theologie. In Königsberg hörte er auch Vorlesungen von Immanuel Kant, las auf dessen Anregung Jean-Jacques Rousseau, ging seinen literarischen Interessen nach und vernachlässigte die Theologie. Seine erste eigenständige Buchveröffentlichung, das Langgedicht Die Landplagen, erschien 1769.

Nach seinem Studium in Königsberg trat Lenz 1771 in den Dienst der beiden kurländischen Barone und Offiziersanwärter Friedrich Georg und Ernst Nikolaus von Kleist, die in den französischen Militärdienst eintreten wollten, und ging mit ihnen nach Straßburg. Er kam dort in Kontakt zu dem Aktuarius Johann Daniel Salzmann, um den sich der intellektuelle Zirkel der Société de philosophie et de belles lettres gebildet hatte. Auch der junge Johann Wolfgang von Goethe, der sich zu dieser Zeit ebenfalls in Straßburg aufhielt, verkehrte dort. Lenz, Goethe und auch Johann Heinrich Jung-Stilling lernten sich dort kennen. Goethe wurde daraufhin sein künstlerisches Vorbild. Über ihn entstand auch der Kontakt zu Johann Gottfried Herder und Johann Caspar Lavater, mit denen Lenz korrespondierte. Im folgenden Jahr 1772 zog er im Gefolge seiner Dienstherren nacheinander in die Garnisonen von Landau, Fort-Louis und Weißenburg. Er verliebte sich in Friederike Brion (Sesenheimer Lieder), die vormalige Geliebte Goethes, seine Gefühle blieben aber unerwidert. 1773 kehrte Lenz wiederholt nach Straßburg zurück. 1774 gab er seinen Dienst bei den Brüdern Kleist auf, lebte als freier Schriftsteller und verdiente seinen Lebensunterhalt mit privater Lehrtätigkeit. Zu Goethe entwickelten sich nun freundschaftliche Beziehungen, dieser stellte Lenz bei einem Besuch beider in Emmendingen auch seiner Schwester Cornelia und deren Mann Johann Georg Schlosser vor.

Text: “Jakob Michael Reinhold Lenz”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Jakob Michael Reinhold Lenz

4 bücher