James Fitzmaurice-Kelly (* 20. Juni 1858 in Glasgow; † 30. November 1923 in Sydenham, Outer London) war ein britischer Romanist und Hispanist.
Leben und Werk
James Kelly, der seinem Namen später den Namen seiner Mutter hinzufügte und sich James Fitzmaurice-Kelly nannte, lernte bereits als Kind Spanisch. Er besuchte das katholische St Charles’s College in Kensington und wandte sich dem literarischen Journalismus zu. 1885 ging er als Hauslehrer nach Jerez de la Frontera und von da nach Madrid, um in Literatenkreisen zu verkehren, u. a. war er befreundet mit Juan Valera und Gaspar Núñez de Arce.
1886 ging er zurück nach England und publizierte bedeutende Bücher zur spanischen Literaturgeschichte, die ihm schließlich hispanistische Lehraufträge und Lehrstühle einbrachten, 1908 als Lecturer an der Universität Cambridge, von 1909 bis 1916 auf dem eigens für ihn geschaffenen Gilmour-Lehrstuhl an der Universität Liverpool und von 1916 bis zu seiner Emeritierung 1920 auf dem für ihn eingerichteten Cervantes-Lehrstuhl der Universität London.
Fitzmaurice-Kelly war korrespondierendes Mitglied der Real Academia Española (1895), der Real Academia Historica (1912) und der Acadèmia de Bones Lletres de Barcelona (1914). 1906 wurde er zum Mitglied der British Academy gewählt. Er war Komtur des Ordens de Alfonso XII. (1905).