Porträt von James Geikie
Foto: William Hole · Wikimedia Commons

Autor

James Geikie

Britischer Geologe

Geboren
23. August 1839, Edinburgh
Gestorben
1. März 1915, Edinburgh
Staatsangehörigkeit
Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland
Beruf
Geologe, Naturwissenschaftler, Geograph, Schriftsteller und Hochschullehrer

Leben und Werk

James Murdoch Geikie (* 23. August 1839 in Edinburgh; † 1. März 1915 ebenda) war ein schottischer Geologe, der in Schottland kartierte und als Vertreter der These einer Landvergletscherung in der Eiszeit bekannt war.

Leben

Er war der Sohn von James Stuart Geikie (1812–1884), heute vor allem als Liedkomponist bekannt, und der jüngere Bruder des Geologen Archibald Geikie. Geikie besuchte die Royal High School in Edinburgh und studierte an der Universität Edinburgh, während er bei einem Drucker arbeitete. Er war ab 1862 beim Geological Survey, wo er bis 1882 blieb und hauptsächlich in Schottland arbeitete, wo er (unter seinem Bruder Archibald) District Surveyor wurde. 1882 wurde er als Nachfolger seines Bruders Murchison Professor für Geologie und Mineralogie an der Universität Edinburgh.

Er ist bekannt für seine Untersuchungen zum Eiszeitalter im Pleistozän und der Auswirkung der damaligen Vergletscherung auf die Geomorphologie, auf die er bei seiner Arbeit beim Geological Survey in Zentral-Schottland stieß. Eine Vergletscherung an Land war damals noch nicht allgemein akzeptiert – einige Geologen erklärten die Zeugen der Vergletscherung als Wirkung von Packeis oder Eisbergen. Er vertrat auch früh die Auffassung, dass es Warmzeiten innerhalb des Eiszeitalters gab und datierte einige paläolithische Funde in diese Interglazialperioden, von denen es nach Geikie fünf gab. Sein Hauptwerk, das seine Reputation begründete, war The Great Ice Age and its Relation to the Antiquity of Man, das zuerst 1874 erschien, er hatte seine Theorie aber auch schon im Geological Magazine 1872 auseinandergesetzt. Er schrieb auch zwei damals verbreitete Geologie-Lehrbücher (Outlines of Geology 1886, Structural and Field Geology 1905).

Text: “James Geikie”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von James Geikie

2 bücher