Porträt von James Hudson Taylor
Foto: unbekannter Urheber · Wikimedia Commons

Autor

James Hudson Taylor

Britischer christlicher Missionar in China

Geboren
21. Mai 1832, Barnsley
Gestorben
3. Juni 1905, Changsha
Staatsangehörigkeit
Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland
Beruf
Arzt, Übersetzer, Theologe, Sachbuchautor und Missionar

Leben und Werk

James Hudson Taylor (* 21. Mai 1832 in Barnsley, Yorkshire, England; † 3. Juni 1905 in Changsha, Kaiserreich China) war einer der ersten christlichen Missionare, die ins Innere Chinas vorstießen. Er wurde auch Pionier im verbotenen Land genannt und gründete 1865 die China-Inland-Mission. Sein geistlicher Hintergrund war der erweckte Methodismus, später gehörte er den Baptisten an.

Leben

Hudson Taylor war ein Sohn des Apothekers und Methodistenpredigers James Taylor und seiner Frau Amalie Taylor. Er wuchs behütet und zugleich streng erzogen auf. Seine gesundheitliche Konstitution war eher schwächlich, dagegen war er sehr ausdauernd und geistig aufnahmefähig und rege. Mit 17 Jahren begann er in einer Bank in Barnsley zu arbeiten, etwa ein Jahr später wurde er für seinen Vater tätig.

Im Juni 1849 erlebte Hudson Taylor eine Bekehrung zum Glauben an Jesus Christus, als er in der Bibliothek seines Vaters das Traktat Es ist vollbracht las. Bibelstudium und Gebet begannen für ihn nun eine wesentliche Rolle zu spielen. Durch seine Eltern beeinflusst interessierte er sich schon von Jugend an für China. Er gewann am 2. Dezember 1849 die feste Überzeugung, dass er durch Jesus Christus berufen sei, als Missionar nach China zu gehen. Seine Briefe, die noch erhalten sind, zeugen von einem großen Gottvertrauen und dem Wunsch, dem Ruf Gottes zu folgen, egal was es ihn koste. Daher pflegte er bereits in England einen einfachen, sparsamen und spartanischen Lebensstil.

Nach einer dreijährigen Lehre in der Apotheke seines Vaters begann Hudson Taylor im Mai 1850 ein Medizinstudium in Hull, um sich auf die Missionsarbeit vorzubereiten. In dieser Zeit überstand er eine gefährliche Blutvergiftung, die er sich bei einer Leichen-Sektion zugezogen hatte. Ab 1851 arbeitete er bei einem Arzt in Hull, um praktische Erfahrungen zu gewinnen. In Hull nahm er an den Gottesdiensten der Brüdergemeinde teil, durch sie lernte er Georg Müller, den „Waisenvater von Bristol“, kennen, der ihn taufte. Taylor erfuhr, dass Karl Gützlaff, ein deutscher Missionar, seit 1832 in China neue Wege ging und z. B. in chinesischer Kleidung arbeitete, genauso wie der Missionar Robert Morrison. Anhand des chinesischen Lukasevangeliums begann er Mandarin zu lernen.

Text: “Hudson Taylor”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von James Hudson Taylor

3 bücher