Autor
Jean Bodin
Französischer Jurist, Staatsphilosoph und Hexentheoretiker (1529 oder 1530–1596)
- Geboren
- 1530, Angers
- Gestorben
- 7. Juni 1596, Laon
- Staatsangehörigkeit
- Frankreich
- Beruf
- Jurist, Philosoph, Wirtschaftswissenschaftler, Historiker und Politikwissenschaftler
- Wichtige Werke
- De Daemonomania magorum
Leben und Werk
Jean Bodin [ʒɑ̃ː boˈdɛ̃ː] (* 1529 oder 1530 in Angers; † 1596 in Laon), latinisiert auch Joannes Bodinus Andegavensis, war ein französischer Jurist. Er gilt als der erste französische Staatstheoretiker von Rang. Er gilt als Begründer des modernen Souveränitätsbegriffes und mit seiner staatstheoretischen Schrift Les six livres de la République (1576, deutsch „Sechs Bücher über den Staat“) als ein früher Fürsprecher des Absolutismus.
Leben und Wirken
Bodin stammte aus bürgerlichen Verhältnissen mit bescheidenem Wohlstand (vermutlich als Sohn eines Schneidermeisters). Er erhielt eine ausreichende Schulbildung, offenbar im Karmeliterkloster von Angers, wo er Novize wurde. Die Ausbildung musste er wegen nicht-konformer Gedanken abbrechen, die Gründe sind nicht näher bekannt. Ob er sich im calvinistischen Genf aufgehalten hatte und 1547/48 in Ketzerprozesse verwickelt gewesen war, ist bislang ungeklärt.
Den Plan, Mönch zu werden, gab er 1549 auf und ging nach Paris. Hier studierte er an der Universität wie auch am humanistisch orientierten Collège des trois langues (heute Collège de France). Auf diese Weise wurde er nicht nur mit der herkömmlichen orthodoxen Scholastik vertraut gemacht, sondern auch mit der ramistischen Philosophie. Im weiteren Verlauf der 1550er Jahre studierte er an der Universität Toulouse römisches Recht und lehrte dort auch. Sein besonderes Interesse scheint schon zu dieser Zeit den vergleichenden Rechtswissenschaften gegolten zu haben.
Ab 1561 war er als Anwalt am Parlement von Paris zugelassen. Für welche Konfession er beim Ausbruch der Religionskriege 1562 Partei ergriff, ist nicht mit Gewissheit bekannt. Seine persönliche Spiritualität wandelt sich in dieser Zeit. Er berichtet über Visionen und nimmt sich als von einem Schutzengel begleitet wahr. Er verabschiedet sich innerlich von allen kirchlichen Dogmen und entwickelt persönliche religiöse Überzeugungen, die von Biographen als Hinwendung zu einem archaischen Judentum interpretiert werden. Diese Religiosität bleibt ihm bis zu seinem Lebensende.
Text: “Jean Bodin”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Jean Bodin
1 buch

