Porträt von Jean Ingelow
Foto: Elliott & Fry · Wikimedia Commons

Autor

Jean Ingelow

Britische Schriftstellerin

Geboren
17. März 1820, Boston
Gestorben
20. Juli 1897, Kensington
Staatsangehörigkeit
Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland
Beruf
Dichterin, Schriftstellerin und Romancière

Leben und Werk

Jean Ingelow (* 17. März 1820 in Boston, Lincolnshire; † 20. Juli 1897 in Kensington), Pseudonym Orris, war eine englische Schriftstellerin, die Lyrik und Prosa verfasste und auch in der Kinderliteratur wirkte.

Leben

Ingelow wurde 1820 in Boston im englischen Lincolnshire als Tochter des Bankiers und Kaufmannes William Ingelow (1794/95–1855) und dessen schottischer Ehefrau Jean (1798/99–1876) geboren. Nachdem das Unternehmen ihres Vaters zusammengebrochen war, zog die Familie nach Ipswich und schließlich 1850 nach London, wo sie ein Haus in Kensington bezogen. Jean Ingelow selbst wurde zuhause von ihrer Mutter und einer ledigen Tante unterrichtet. Sie heiratete nie, nahm aber aktiv an der Erziehung ihrer Nichten und Neffen teil. Das regelmäßig wiederkehrende Thema eines auf See verloren gegangenen Ehemannes innerhalb ihres Werkes sorgte für Spekulationen, ob Ingelow vielleicht doch verheiratet oder zumindest verlobt gewesen war, jedoch existieren dafür keinerlei Belege. Religiös war sie tendenziell der evangelikalen Strömung der Church of England zuzurechnen.

Noch im Jahr 1850 veröffentlichte Ingelow anonym ein erstes Gedichtband mit dem Titel A Rhyming Chronicle of Incidents and Feelings. Ein Jahr später publizierte sie ebenfalls anonym den Roman Allerton and Dreux, der die theologischen Spannungen zwischen evangelikalen und traditionellen Anglikanern aufgriff. Zwischen 1851 und 1857 veröffentlichte sie unter dem Pseudonym Orris regelmäßig Kurzgeschichten im evangelikalen Youth Magazine, eine Tätigkeit, die für sie ihr Sprungbrett für eine weitere Karriere in der Literatur war. Ab Januar 1857 war sie für ein Jahr auch Redakteurin des Magazins. 1860 gab sie diese Geschichten gesammelt als Tales of Orris heraus, weitere Publikationen auf Basis jener Geschichten folgten noch Jahrzehnte später, häufig in überarbeiteter Form. Im Jahr 1863 gelang ihr mit der Veröffentlichung des Gedichtbandes Poems der Durchbruch. Mehrere Gedichte des Bandes wurden von Ingelows Freundin Charlotte Alington Barnard vertont, das in den Poems enthaltene Gedicht Songs of Seven über den Lebenszyklus der Frau wurde 1881 gesondert veröffentlicht.

Text: “Jean Ingelow”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Jean Ingelow

1 buch