Porträt von Jean Racine
Foto: After Jean-Baptiste Santerre · Wikimedia Commons

Autor

Jean Racine

Autor der französischen Klassik

Geboren
22. Dezember 1639, La Ferté-Milon
Gestorben
21. April 1699, Paris
Staatsangehörigkeit
Königreich Frankreich
Beruf
Dramatiker, Dichter, Übersetzer, Librettist und Historiker
Strömung
Klassizismus
Wichtige Werke
Andromaque · Phèdre · Athalie · La Thébaïde · Alexandre le Grand · Les Plaideurs · Britannicus · Bérénice

Leben und Werk

Jean Baptiste Racine [ʒɑ̃ ʁasin] (* 22. Dezember 1639 in La Ferté-Milon; † 21. April 1699 in Paris) war einer der bedeutendsten Autoren der französischen Klassik. Er gilt den Franzosen als ihr größter Tragödiendichter neben oder gar noch vor Pierre Corneille.

Kindheit und Jugend

Racine wurde als erstes Kind eines dem niederen Amtsadel angehörenden königlichen Salzsteuer-Beamten geboren. Auch seine Mutter stammte aus diesen Kreisen, doch starb sie bei der Geburt einer Schwester, als Jean Racine erst zwei Jahre alt war. Mit gut drei verlor er auch seinen Vater, der sich kurz zuvor wiederverheiratet hatte, und wurde von den Großeltern mütterlicherseits in Pflege genommen, wogegen die Schwester zu den anderen Großeltern kam. Als der Großvater 1649 starb, zog sich die Großmutter in das jansenistisch orientierte Kloster Port Royal des Champs, etwa 10 km südwestlich von Versailles, zurück und gab ihren Enkel in die kleine, aber vorzügliche Schule, die von namhaften jansenistischen Theologen und Gelehrten betrieben wurde, die sich als asketische Einsiedler um das Kloster herum niedergelassen hatten.

Sicherlich traumatisiert durch den sukzessiven Verlust fast aller Bezugspersonen, fand Racine in der Schule ein gewisses Zuhause und erwarb solide Latein- sowie – was damals eher die Ausnahme war – Griechischkenntnisse. 1653/54 absolvierte er das „rhétorique“ heißende Schuljahr als Internatsschüler im jansenistisch ausgerichteten Pariser Collège de Beauvais. 1655, mit 15, kam er zurück nach Port-Royal, wo er wieder bei den Jansenisten lernte. Zwar wurde er tief von ihrer fundamentalistischen Frömmigkeit geprägt, doch las er zugleich mit Interesse klassische lateinische und griechische Theaterstücke, und zwar sowohl im Original als auch in moralisch und religiös „gereinigten“ französischen Übertragungen, die einer seiner Lehrer verfasste, Louis-Isaac Lemaistre de Sacy. Daneben begann er zu schreiben: Oden auf die Natur um Port-Royal, aber auch fromme Verse, z. T. auf Latein.

Text: “Jean Racine”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Jean Racine

3 bücher