Autor
Jean Rapp
Französischer Generalleutnant, Adjutant von Napoléon Bonaparte
- Geboren
- 27. April 1771, Colmar
- Gestorben
- 8. November 1821, Bad Bellingen
- Staatsangehörigkeit
- Frankreich
- Beruf
- Politiker, Militär, Soldat und Feldherr
Leben und Werk
Jean Rapp (* 27. April 1771 in Colmar; † 8. November 1821 in Rheinweiler, Baden) war ein französischer Militär der Ersten Republik und des Ersten Kaiserreichs. Der Kavallerist diente von 1800 bis 1813 als Adjutant des Ersten Konsuls bzw. Kaisers Napoleon Bonaparte, ab 1805 hatte er den Rang eines Général de division. Von 1807 bis 1813 war er Gouverneur der Republik Danzig, eines französischen Satellitenstaats. 1809 wurde er in den Grafenstand erhoben. Während Napoleons Herrschaft der Hundert Tage war Rapp von April bis Juni 1815 Oberkommandant der Rheinarmee.
Leben und Wirken
Er wurde als Sohn des Hausmeisters des Colmarer Rathauses geboren und trat 1788 als Soldat der Jäger zu Pferde (leichte Kavallerie) in die französische Armee ein. Während der Französischen Revolution wurde er als Fourier (d. h. Angehöriger der Logistiktruppe) 1791 zum Brigadier (Unteroffizier) und zwei Jahre später zum Maréchal des logis befördert. Während der Revolutionskriege diente Rapp in der Mosel- und der Rheinarmee, er zeichnete sich durch seine Tapferkeit und Geradlinigkeit aus und machte eine steile Karriere. Nach seiner Beförderung zum Leutnant wurde er 1796 Adjutant des Generals Desaix und nahm an dessen Seite am Ägyptenfeldzug teil. Inzwischen zum Chef de brigade (entspricht einem Oberst) befördert, kehrte er Anfang 1800 mit seinem General nach Europa zurück.
Nach Desaix’ Tod in der Schlacht bei Marengo im Juni 1800 machte Napoleon Bonaparte, inzwischen Erster Konsul der Republik, Rapp zu seinem Adjutanten. Nach seiner hervorragenden Leistung in der Schlacht bei Austerlitz im Dezember 1805 stieg er in den Rang eines Général de division auf. An Napoleons Seite nahm er 1806 am Feldzug gegen Preußen mit der Schlacht bei Jena und Auerstedt teil. In der Schlacht bei Golymin am Zweiten Weihnachtstag 1806 wurde Rapp schwer verwundet. Im Februar 1807 übernahm er den Posten des Militärgouverneurs der eroberten Stadt Thorn. Nach der für Frankreich erfolgreichen Belagerung Danzigs löste er im Juni desselben Jahres Marschall Lefebvre als Gouverneur von Danzig ab. Preußen musste die Stadt und ihre Umgebung im Frieden von Tilsit abtreten und sie erhielten als Republik Danzig eigene Staatlichkeit unter faktischer französischer Kontrolle.
Text: “Jean Rapp”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Jean Rapp
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