Porträt von Jeanne Marie Bouvier de la Motte Guyon
Foto: Élisabeth Sophie Chéron · Wikimedia Commons

Autor

Jeanne Marie Bouvier de la Motte Guyon

Französische römisch-katholische Mystikerin

Geboren
13. April 1648, Montargis
Gestorben
9. Juni 1717, Blois
Staatsangehörigkeit
Frankreich
Beruf
Autobiografin, Schriftstellerin, Mystikerin und Philosophin

Leben und Werk

Jeanne-Marie Bouvier de La Motte Guyon ([ʒanmaʁi buvje də la mɔt ɡɥijɔ̃], genannt Madame Guyon; * 13. April 1648 in Montargis, Frankreich; † 9. Juni 1717 in Blois, Frankreich) war eine bedeutende katholische Mystikerin.

Leben

Madame Guyon war Tochter eines aus dem Bürgertum stammenden, aber kraft seines Amtes in den Adel strebenden, wohlhabenden Richters. Während einiger Zeit in einem Kloster kam sie mit mystischem Gedankengut in Berührung, u. a. dank der Schriften des Franz von Sales oder der Johanna Franziska von Chantal. Ihre Absicht, Nonne zu werden, verwirklichte sich jedoch nicht. Vielmehr wurde sie gegen ihren Willen von ihren Eltern sechzehnjährig verheiratet, mit dem 22 Jahre älteren, reichen, aus adeliger Familie in Montargis stammenden Jacques Guyon, Seigneur du Chesnoy. Madame Guyon wird daher gelegentlich auch Madame du Chesnoy genannt. Ihre Ehe war wenig glücklich und zwei ihrer insgesamt fünf Kinder, darunter ihr Lieblingssohn, starben.

In Paris kommt Madame Guyon 23-jährig auf Anraten von Geneviève Granger (1600–1674), der Oberin des Benediktinerkonvents in Montargis, unter deren Einfluss sie einige Zeit stand, 1671 mit der Lehre Jacques Bertots in Berührung, die sie stark prägen sollte. Im ersten Teil ihrer Autobiografie erwähnt sie hierzu, dass sie nach Paris gegangen sei, „um da mein Auge behandeln zu lassen, indes viel weniger in dieser Absicht, als den Herrn Bertot zu sehen, den die Mutter Granger mir vor Kurzem zum Gewissensrat empfohlen hatte und der ein Mann von hoher Erleuchtung war.“ Von Bertot, der ihr Seelenführer und Beichtvater wird, später als seine „älteste Tochter und die fortgeschrittenste“ bezeichnet, war Madame Guyon in der Folge einige Jahre Teil eines frommen Kreises um Bertot in Paris.

Text: “Jeanne-Marie Bouvier de La Motte Guyon”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Jeanne Marie Bouvier de la Motte Guyon

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