Porträt von Jefferson Davis
Foto: Mathew Benjamin Brady · Wikimedia Commons

Autor

Jefferson Davis

US-amerikanischer Senator, 1. Präsident der Konföderierten Staaten von Amerika (1861-1865)

Geboren
3. Juni 1808, Fairview
Gestorben
6. Dezember 1889, New Orleans
Staatsangehörigkeit
Vereinigte Staaten und Konföderierte Staaten von Amerika
Beruf
Offizier, Politiker, Geschäftsmann, politischer Schriftsteller und Schriftsteller
Wichtige Werke
A Short History of the Confederate States of America · The Rise and Fall of the Confederate Government

Leben und Werk

Jefferson Finis Davis (* 3. Juni 1808 in Fairview, Kentucky; † 6. Dezember 1889 in New Orleans, Louisiana) war ein US-amerikanischer Politiker. Er war von 1861 bis 1865 der einzige Präsident der Konföderierten Staaten von Amerika und damit Führer der Südstaaten im Sezessionskrieg, also der Gegenpräsident Abraham Lincolns. Zuvor hatte er in den Vereinigten Staaten als Senator für Mississippi und von 1853 bis 1857 als Kriegsminister im Kabinett Pierce gewirkt. Davis gehörte der Demokratischen Partei an.

Familie, Kindheit und frühe Ausbildung

Jefferson Finis Davis wurde am 3. Juni 1808 in Fairview im Bundesstaat Kentucky geboren. Das Geburtsjahr ist unsicher; es kann auch 1807 gewesen sein. Er war das jüngste von zehn Kindern. Seinen Vornamen erhielt er zu Ehren des damaligen Präsidenten Thomas Jefferson, den Davis’ Vater als „Held“ verehrte. Der Mittelname „Finis“ ist unsicher. Gesichert ist, dass Davis zwischen 1824 und 1833 mit dem mittleren Anfangsbuchstaben „F.“ geführt wurde. Ein Biograph erklärte diesen Umstand sodann damit, dass Davis von seinen Eltern den zweiten Vornamen „Finis“ (lat. für Ende) erhalten habe, weil es wahrscheinlich erschien und es sich letztlich auch bewahrheitete, dass Jane Davis kein weiteres Kind zur Welt bringen würde. Sein Vater war Samuel Emory Davis, der im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg als Angehöriger einer patriotischen Miliz in Georgia und South Carolina gedient hatte. Im Jahr 1779 rekrutierte er eine Kompanie für die Kontinentalarmee und führte sie in die Belagerungen von Savannah und Augusta. Während des Krieges lernte er Jane Cook kennen, die er 1783 heiratete. Das junge Paar bewirtschaftete eine Farm, die Davis vom Staat Georgia gestellt bekommen hatte. Um ihre wirtschaftliche Situation zu verbessern, zogen sie in Kentucky mehrmals um. Während dieser Phase brachte Jane Cook Davis ihre letzten fünf Kinder zur Welt. Nach diesen unsteten Jahren ließen sich die Eheleute in Fairview nieder, wo sie als Zeichen ihres gestiegenen Wohlstands ein Holzhaus errichteten. Nach Jeffersons Geburt entschied Samuel Davis, erneut umzuziehen, und verkaufte die Farm. Mit dem Erlös erwarb er Sklaven und Pferde. Die Familie siedelte nach Bayou Teche im südlichen Louisiana, dem damaligen Orleans-Territorium, etwa 600 Kilometer südwestlich von Christian County. Die zweimonatige Überlandreise erwies sich als mühsam. Der Aufenthalt in Louisiana war mit einem Jahr nur von kurzer Dauer, denn die vielen Stechmücken und damit einhergehenden Krankheiten bewogen Samuel Davis zu einer erneuten Umorientierung. Hierzu bewegte er sich mit seiner Familie hundert Kilometer nördlich in das Wilkinson County in der südwestlichen Ecke des Mississippi-Territoriums, aus dem später der Bundesstaat Mississippi hervorging. Davis ließ sich schließlich auf einer Farm nieder, die zwei Kilometer von Woodville entfernt lag. Die Steuerliste des Countys weist das Jahr 1810 als Datum für diesen Schritt aus. Das neugebaute Haus wurde „Poplar Grove“ genannt und Jefferson Davis sagte später darüber, dass dort seine „Erinnerungen beginnen“.

Text: “Jefferson Davis”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

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