Autor
Jeppe Aakjær
Dänischer Schriftsteller
- Geboren
- 10. September 1866, Åkær
- Gestorben
- 22. April 1930, Jenle
- Staatsangehörigkeit
- Königreich Dänemark
- Beruf
- Journalist, Schriftsteller, Dichter und Romancier
- Wichtige Werke
- Rugens sange · Children of Wrath
Leben und Werk
Jeppe Aakjær [ˈɔːkεːr] (* 10. September 1866 in Aakjær bei Fly, heute Viborg Kommune als Jeppe Jensen; † 22. April 1930 auf dem Hof Jenle bei Skive) war ein dänischer Dichter und Schriftsteller. Er gilt als einer der führenden Vertreter der dänischen Heimatliteratur.
Leben
Jeppe Jensen wuchs als Sohn eines armen Heidebauern in Jütland auf und war dadurch mit den harten Arbeitsbedingungen auf dem Lande vertraut. Von früh auf fühlte er sich zur Welt der Bücher hingezogen. Er besuchte die Volkshochschule und nahm 1884 an einem Examenskursus zur mittleren Reife in Kopenhagen teil. Dort wurde er aktives Mitglied der sozialistischen und atheistischen Kreise. Jeppe Jensen, eingeschriebenes Mitglied der Sozialdemokratischen Partei, blieb sein ganzes Leben sozialpolitisch aktiv. Sein literarisches Debüt war kein belletristisches Werk, sondern eine Kampfschrift gegen die Innere Mission.
Schon als junger Mann hielt er agitatorische Vorträge, für die er 1887 für siebzehn Tage ins Zuchthaus musste. Prägend wirkte auf ihn die Lektüre der Werke von Bjørnstjerne Bjørnson, Georg Brandes und Charles Darwin, deren Gedanken er in seinen Romanen propagierte. Verschiedene kurzfristige Beschäftigungen als Volkshochschullehrer (Entlassung wegen konfessionsübergreifendem Unterricht) und sozialdemokratischer Journalist folgten. 1895 begann er ein Geschichtsstudium in Kopenhagen. 1893 heiratete er die spätere Schriftstellerin Marie Bregendahl (die Ehe wurde 1900 geschieden).
Nach wirtschaftlich schweren Jahren debütierte er 1899 als Lyriker und Prosaist. Seither lebte er als freier Schriftsteller und entwickelte sich zu einem der bedeutendsten der sogenannten „Volksrealisten“. 1906 änderte Jeppe Jensen seinen Nachnamen nach seinem Geburtsort in Aakjær und reiste auf den Spuren von Robert Burns, den er bewunderte, durch Schottland. Ab 1907 bewirtschaftete er zusammen mit seiner zweiten Frau das Gehöft Jenle (jütländisch für „einsam, abgeschieden“), auf dem er das heimatliche Volkstum pflegte und das jährlich bis zu seinem Tode Schauplatz großer jütländischer Volksfeste wurde, wie sie auch sein Vorbild Bjørnstjerne Bjørnson veranstaltete.
Text: “Jeppe Aakjær”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

