Autor
Jeremias Gotthelf
Schweizer Schriftsteller und Pfarrer
- Geboren
- 4. Oktober 1797, Murten
- Gestorben
- 22. Oktober 1854, Lützelflüh
- Staatsangehörigkeit
- Schweiz
- Beruf
- Schriftsteller, Romancier, Pfarrer, Theologe und Schulinspektor
- Wichtige Werke
- Die schwarze Spinne · Wie fünf Mädchen im Branntwein jämmerlich umkommen · Wie Joggeli eine Frau sucht · Elsi, die seltsame Magd · Kurt von Koppigen · Hans Joggeli der Erbvetter · Wie Uli, der Knecht, glücklich wird · Uli, der Pächter
Leben und Werk
Jeremias Gotthelf war das Pseudonym des Schweizer Schriftstellers und Pfarrers Albert Bitzius (* 4. Oktober 1797 in Murten; † 22. Oktober 1854 in Lützelflüh).
Kindheit und Jugend
Albert Bitzius wurde am 4. Oktober 1797 in Murten als Sohn des reformierten Pfarrers Sigmund Bitzius (1757–1824) und von dessen dritter Frau Elisabeth Bitzius-Kohler (1767–1836) geboren. Mit seiner ersten Frau Maria Magdalena Studer hatte Sigmund Bitzius die Tochter Maria Magdalena Bitzius (1788–1860). 1805 wurde der Vater nach Utzenstorf versetzt. Hier lernte Albert die bäuerliche Welt des Fraubrunnenamts kennen. Der Vater unterrichtete den Sohn selbst. Ab 1812 besuchte Albert die Literarschule in Bern und wechselte ab 1814 als Externus (Auswärtiger, Hörer) auf die theologische Fakultät der Akademie in Bern. Aus dieser Zeit schrieb er: «Hier brachte ich drei Jahre in der sogenannten Philosophie sehr fleissig zu, trieb alte Sprachen, Mathematik, Philosophie, wo Joh. Rud. Wyss besonders freundlich und väterlich sich meiner annahm. Meiner Mutter selig sagte er einmal: ‹Sagt doch euerm Sohne, er solle schöner schreiben lernen, er schreibt wie eine Sau. Lässt er mal was drucken, besonders in Deutschland, so hat er Schinders Verdruss.› ‹Ja wolle›, antwortete meine Mutter, ‹das wird er wohl lah blybe.› ‹Man kann nie wissen›, sagte Wyss.»
Ausbildung
1817 begann er das ordentliche Theologiestudium in Bern, das er 1820 abschloss. 1819 war er Gründungsmitglied des Schweizerischen Zofingervereins. Nach einem Vikariat bei seinem Vater in Utzenstorf setzte er das Studium 1821 in Göttingen für ein Jahr fort. Auf einer anschliessenden Studienreise besuchte er die Insel Rügen sowie die Städte Berlin, Weimar, Leipzig, Dresden und München. Im Frühling 1822 kehrte er zurück nach Utzenstorf. 1824 starb sein Vater, und Albert Bitzius wurde Vikar in Herzogenbuchsee. 1829 kam er als Pfarrgehilfe nach Bern an die Heiliggeistkirche. 1831 wechselte er als Vikar in die Pfarrei Lützelflüh im Emmental, wo er ein Jahr später zum Pfarrer gewählt wurde.
Text: “Jeremias Gotthelf”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Jeremias Gotthelf
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