Porträt von Jeremy Bentham
Foto: Henry William Pickersgill · Wikimedia Commons

Autor

Jeremy Bentham

Englischer Philosoph und Sozialreformer (1748–1832)

Geboren
15. Februar 1748, Houndsditch
Gestorben
6. Juni 1832, London
Staatsangehörigkeit
Königreich Großbritannien, Frankreich und Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland
Beruf
Philosoph, Kaufmann, Rechtsanwalt, Politikwissenschaftler und Suffragist
Strömung
Utilitarismus

Leben und Werk

Jeremy Bentham (* 4. Februar 1747jul. / 15. Februar 1748greg. in Spitalfields, London; † 6. Juni 1832 ebenda) war ein englischer Jurist, Philosoph und Sozialreformer.

Bentham gilt als Begründer des klassischen Utilitarismus. Er war einer der wichtigsten Sozialreformer Englands im 19. Jahrhundert und ein Vordenker des modernen Wohlfahrtsstaats. Er forderte allgemeine Wahlen, das Frauenstimmrecht, die Abschaffung der Todesstrafe, Tierrechte, die Legalisierung jeglicher sexuellen Präferenz (Homosexualität, Päderastie, Sodomie) und die Pressefreiheit. Er gilt als Vordenker des Feminismus, als Vorkämpfer der Demokratie, des Liberalismus und des Rechtsstaats. Bentham ist aber auch bekannt für seine scharfe Kritik an der französischen Menschenrechtserklärung und sein Eintreten für Wucherzinsen. Auch lieferte er Argumente für einen legitimen Einsatz der Folter und entwickelte mit dem Panoptikum ein Modell-Gefängnis, anhand dessen Michel Foucault im Zuge seiner Analyse der Disziplinarmacht moderne Techniken und Formen der Überwachung untersuchte.

Text: “Jeremy Bentham”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Jeremy Bentham

1 buch