Porträt von Joel Lehtonen
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Autor

Joel Lehtonen

Finnischer Schriftsteller, Übersetzer, Kritiker und Journalist (1881-1934)

Geboren
27. November 1881, Haukiniemi
Gestorben
20. November 1934, Haaga
Staatsangehörigkeit
Finnland und Großfürstentum Finnland
Beruf
Linguist, Dichter, Journalist, Schriftsteller und Übersetzer

Leben und Werk

Joel Lehtonen (* 27. November 1881 in Sääminki; † 20. November 1934 in Huopalahti) war ein finnischer Schriftsteller und Übersetzer. Aus ärmlichen und beengten Verhältnissen kommend, schwang er sich zum Weltenbummler und zu einem der renommiertesten finnischen Autoren des frühen 20. Jahrhunderts auf. Er schrieb vorwiegend Erzählungen. Nach neoromantischen und naturalistischen Anfängen nahm sein Werk im Gefolge des finnischen Bürgerkriegs (1918) verbitterte und melancholische Züge an. Zudem mit Krankheiten geschlagen, nahm sich Lehtonen mit 53 Jahren das Leben.

Leben und Werk

Joel Lehtonen war der Sohn eines ihm unbekannten Vaters und einer seelisch kranken Bauernmagd. Er kam durch seine Pflegemutter Augusta Wallenius, Witwe eines Geistlichen, in den Genuss einer Schulbildung, sodass ihm die „höhere“ Gesellschaft offen stand. Seine Neigung ging allerdings zum Gegenteil; er machte sich schon als Schüler im Rahmen eines Geheimbundes mit dem anarchistischen Gedankengut Kropotkins vertraut. Zu Lehtonens engen Freunden zählte Rudolf Holsti, der im Gegensatz zu ihm politische und diplomatische Karriere machte. Lehtonen studierte einige Semester Literatur an der Universität in Helsinki, doch nach seiner Teilnahme an antimilitaristischen Demonstrationen wurde er 1902 relegiert.

Schon während des Studiums war Lehtonen bei einigen Zeitungen mit Artikeln zum Zug gekommen. In den Jahren 1904 und 1905 veröffentlichte er außerdem einen Gedichtband und drei Romane. Obwohl sie noch in neoromantischer Tradition standen, brachten ihm diese Veröffentlichungen den Ruf eines großen Talentes ein. Während er in ihnen das Unvermögen der Bauernschaft beklagte, gegen ihr hartes Los aufzustehen, kaufte sich Lehtonen von seinen Tantiemen selber ein Bauernhäuschen mit etwas Land unweit seines Geburtsortes, das er Putkinotko nannte – wie später sein bekanntestes Buch. Er bewohnte es nur saisonal. Ab 1906 in Lahti bei der von seinem alten Freund Holsti redigierten Zeitung Lahden Lehti tätig, begegnete er seiner „großen Liebe“ Sylvia Avellan. Da sie höheren Kreisen angehörte und zudem verheiratet war, blieb es eine unerfüllte Liebe. Die beiden führten allerdings einen 13 Jahre währenden regen Briefwechsel und tauschten Geschenke aus. Avellan starb 1920, wahrscheinlich durch Selbstmord, was Lehtonen stark mitnahm. Sie ging später in zwei Romane von ihm ein.

Text: “Joel Lehtonen”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Joel Lehtonen

12 bücher