Autor

Johann Christoph Biernatzki

Deutscher evangelischer Theologe, Pfarrer und Schriftsteller (1795–1840)

Geboren
17. Oktober 1795, Elmshorn
Gestorben
11. Mai 1840, Friedrichstadt
Staatsangehörigkeit
Herzogtum Schleswig
Beruf
Schriftsteller, Dichter, evangelischer Theologe, lutherischer Pfarrer und Publizist

Leben und Werk

Johann Christoph Biernatzki (* 17. Oktober 1795 in Elmshorn; † 11. Mai 1840 in Friedrichstadt) war ein deutscher Pastor und Schriftsteller.

Leben

Biernatzki wurde in Elmshorn als Sohn des Militärarztes Christopher Biernatzki und dessen erster Ehefrau Margarethe Gruner, geborene Nagel, geboren. Er hatte eine Schwester namens Auguste (1793–1862), die in Altona eine Mädchenschule leitete und unverheiratet blieb. 1801 starb seine Mutter. Nach seiner Schulzeit in Altona studierte er seit 1816 Theologie, zunächst in Kiel, dann in Jena und Halle. Während seines Studiums wurde er, nachdem er bereits in Kiel der Alten Kieler Burschenschaft angehört hatte, 1818/19 Mitglied der Urburschenschaft. Anfang 1822 übernahm er die Predigerstelle auf der Hallig Nordstrandischmoor, die nur noch etwa 50 Einwohner hatte. Gleichzeitig war er Lehrer auf Nordstrand, wo er auch wohnte. 1823 heiratete er Henriette de Vries aus Flensburg. In der Nacht vom 3. auf den 4. Februar 1825 erlebte er die große Sturmflut, bei der Kirche und Pastorat auf Nordstrandischmoor zerstört wurden. Biernatzki organisierte Hilfe für die überlebenden Gemeindeglieder, die er zum Teil mehrere Wochen lang in seinem Haus aufnahm.

Noch im gleichen Jahr übernahm er die Pfarrstelle an der lutherischen Gemeinde des Holländerstädtchens Friedrichstadt an der Eider, wo er bis zu seinem frühen Tode am 11. Mai 1840 lebte. Am ehemaligen Pastorat am Mittelburgwall erinnert eine Gedenktafel mit einer goldenen Feder daran, dass Biernatzki nicht nur „Predigten und Casualreden“ schrieb, sondern sich neben geistlichen Lehrgedichten wie Der Glaube (1823) auch weltlichen Themen widmete. So dichtete er beispielsweise im Jahre 1829 Das Bürgerlied, eine Huldigung an Friedrichstadt, die Hermann Hansens Büchlein über die Stadt einleitet. Als Hauptwerk des Geistlichen gilt jedoch Die Hallig oder die Schiffbrüchigen auf dem Eiland in der Nordsee aus dem Jahre 1836, in dem er die Sturmflut von 1825 beschrieb.

Text: “Johann Christoph Biernatzki”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Johann Christoph Biernatzki

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