Autor
Johann Matthäus Bechstein
Deutscher Naturforscher, Forstwissenschaftler und Ornithologe
- Geboren
- 11. Juli 1757, Waltershausen
- Gestorben
- 23. Februar 1822, Dreißigacker
- Staatsangehörigkeit
- Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg
- Beruf
- Ornithologe, Naturwissenschaftler, Botaniker, Hochschullehrer und Schriftsteller
Leben und Werk
Johann Matthäus Bechstein (* 11. Juli 1757 in Waltershausen; † 23. Februar 1822 in Dreißigacker bei Meiningen) war ein deutscher Naturforscher, Forstwissenschaftler und Ornithologe. Er gilt als Pionier des Naturschutzes und der wissenschaftlichen Ornithologie. Er war der Gründungsdirektor der Forstakademie Dreißigacker.
Leben
Johann Matthäus Bechstein wurde in Waltershausen nahe Gotha geboren. Er studierte von 1776 bis 1780 in Jena Theologie, Naturwissenschaften sowie Forst- und Kameralwissenschaft. Ab 1785 war er Lehrer für Naturwissenschaften und Mathematik am Philanthropin in Schnepfenthal, jetzt Ortsteil von Waltershausen. Diese Einrichtung existiert noch heute als Salzmannschule, ein Sprachengymnasium. Im Jahre 1794 gründete Bechstein in der Kemnate bei Waltershausen die Öffentliche Lehranstalt für Forst- und Jagdkunde, ein Privatforstinstitut, die er dann bis 1799 auch leitete. Ende 1795 rief er die „Societät für Forst- und Jagdkunde“ ins Leben, eine erste Gesellschaft für Forstpraktiker und Gelehrte, die bald zahlreiche Mitglieder im In- und Ausland hatte. Die Abhandlungen der Societät erschienen ab 1797 in der Gesellschaftsschrift Diana.
Im Jahr 1800 wurde Bechstein als Direktor der dann im folgenden Jahr eröffneten Lehranstalt für Forst- und Jagdkunde nach Dreißigacker bei Meiningen berufen. Die Anstalt wurde 1803 in den Rang einer Herzöglichen Forstakademie erhoben. Einer der dortigen Lehrer war ab 1808 der populäre Schriftsteller Carl-Gottlob Cramer. Zu den Schülern der Forstakademie gehörten unter anderem Georg Wilhelm von Wedekind, Julius von den Brinken, Carl Heinrich Georg von Heyden und Carl Heinrich Edmund von Berg sowie Johannes Herrle, den er dort zum Lehrer machte. Am 15. September 1800 wurde Bechstein mit dem Beinamen Oppianus zum Mitglied (Matrikel-Nr. 1013) der Leopoldina gewählt. 1806 wurde ihm die Ehrendoktorwürde durch die Universität Erlangen verliehen. Im Jahr 1808 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften gewählt. Seit 1812 war er korrespondierendes Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften.
Text: “Johann Matthäus Bechstein”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Johann Matthäus Bechstein
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