Porträt von Johannes Schlaf
Foto: unbekannter Urheber · Wikimedia Commons

Autor

Johannes Schlaf

Deutscher Dramatiker, Erzähler und Übersetzer (1862 - 1941)

Geboren
21. Juni 1862, Querfurt
Gestorben
2. Februar 1941, Querfurt
Staatsangehörigkeit
Deutsches Reich
Beruf
Schriftsteller und Übersetzer

Leben und Werk

Johannes Schlaf (* 21. Juni 1862 in Querfurt; † 2. Februar 1941 ebenda) war ein deutscher Dramatiker, Erzähler und Übersetzer und bedeutender Vertreter des deutschen Naturalismus. Als Übersetzer trug er entscheidend zur Verbreitung der Werke von Walt Whitman, Émile Verhaeren und Émile Zola im deutschsprachigen Raum bei. Er gilt damit als Begründer des Whitman-Kults in Deutschland. Seine literarischen Verdienste liegen vor allem in szenisch-dialogischen Neuerungen des „Konsequenten Naturalismus“ und in der Ausbildung des literarischen Impressionismus. Ebenfalls wirkte er mit an der Entstehung des „Intimen Theaters“.

Leben

Johannes Schlaf wuchs als Sohn eines kaufmännischen Angestellten in Querfurt auf. Da die Familie in beengten Verhältnissen lebte, wohnte er zeitweise bei seinen Großeltern. Seine Großmutter, eine gebildete Frau, unterstützte schon früh seine Neigung zur Kunst und Literatur. In einer autobiographischen Skizze aus dem Jahre 1902 gab er an, schon mit zwölf Jahren Verse und kleine Puppenspiele geschrieben zu haben, zur Gymnasialzeit bereits Gedichte und Novellen. Ebenso zeigte er ein besonderes zeichnerisches Talent.

Im Jahre 1875 fand Schlafs Vater eine Stelle in einem Baugeschäft in der aufstrebenden Industriemetropole Magdeburg. Damit hatte die Kindheitsidylle für Schlaf ein Ende, da im Hause der Eltern das strenge Regime des Vaters herrschte, für den Schlaf mehr Angst als Zuneigung empfand.

Von 1875 bis 1884 besuchte Schlaf das Domgymnasium Magdeburg, wo er 1882 dem Schülerklub „Bund der Lebendigen“ beitrat. Im Club beschäftigte er sich zum ersten Mal mit neuesten Schriften auf den Gebieten der Philosophie, Naturwissenschaft und Literatur. 1884 bestand Johannes Schlaf das Abitur und begann das Studium in Halle.

Text: “Johannes Schlaf”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Johannes Schlaf

5 bücher