Porträt von John Henry Mackay
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Autor

John Henry Mackay

Deutscher Schriftsteller

Geboren
6. Februar 1864, Greenock
Gestorben
16. Mai 1933, Charlottenburg
Staatsangehörigkeit
Deutschland und Vereinigtes Königreich
Beruf
Schriftsteller, Dichter, Biograf, Anarchist und LGBT-Aktivist
Wichtige Werke
Die Anarchisten · Max Stirner: Sein Leben und sein Werk

Leben und Werk

John Henry Mackay (* 6. Februar 1864 in Greenock, Schottland; † 16. Mai 1933 in Berlin-Charlottenburg) war ein deutscher Schriftsteller.

Leben und Werk

John Henry Mackay wurde zwar 1864 in Schottland geboren, aber nach dem frühen Tod des Vaters John Farquhar Mackay 1865 zog seine Mutter Luise Mackay, geb. Ehlers, die einer wohlhabenden Hamburger Kaufmannsfamilie entstammte, mit ihrem Sohn zurück nach Deutschland. John Henry verbrachte seine frühe Kindheit zuerst in Hamburg und später in Saarbrücken, wo seine Mutter etwa 1873 den preußischen Bergrat Alfred Dumreicher aus Pinneberg heiratete. Mackay besuchte die Gymnasien in Burgsteinfurt und Birkenfeld bei Trier, nahm in Stuttgart eine Lehre als Verlagsbuchhändler auf und studierte einige Semester Philosophie an den Universitäten Kiel, Leipzig und Berlin. Im Jahre 1885 trat er erstmals mit literarischen Werken an die Öffentlichkeit.

In Berlin verkehrte er im Umfeld des Friedrichshagener Dichterkreises. Mit Hilfe von Krafft-Ebings Psychopathia sexualis wurde er sich seiner homosexuell-päderastischen Neigung bewusst. Mit den 1888 unter dem gemeinsamen Titel Moderne Stoffe erschienenen Novellen Existenzen und Nur eine Kellnerin wurde er zu einem der Wegbereiter der Literaturrichtung des Naturalismus. Während eines einjährigen London-Aufenthalts (1887/88) entdeckte er für sich Max Stirner, dessen 1844 erschienenes Buch Der Einzige und sein Eigentum infolge der Restauration nach 1848 in Vergessenheit geraten war. Stirner wurde bald sein Lebensthema. Über ihn, der nur mühsam aus der Verschollenheit zu bergen war, schrieb er die erste und bis heute einzige Biographie (1898, erw. 1910, erw. 1914), die allerdings wegen fehlender Quellennachweise und ihres oft als hagiographisch empfundenen Tones gelegentlich kritisiert wurde. Die Quellenlage ist jedoch einwandfrei, wie der Stirnerforscher Bernd A. Laska bestätigt, der den Mackay-Nachlass in Moskau geprüft hatte. Weiterhin spürte Mackay Stirners verstreute Artikel auf und gab sie als Kleinere Schriften neu heraus. Weil Mackay der bekannteste Anhänger Stirners war, entstand der Eindruck, dass seine Konzeption des individualistischen Anarchismus, die er in den „Büchern der Freiheit“ (Die Anarchisten, Der Freiheitsucher) präsentierte, auf Stirners Ideen basiere. Inhaltlich stimmt sie jedoch weit besser mit dem in Nordamerika – in der Tradition von Thomas Jefferson, Ralph Waldo Emerson, Henry David Thoreau und anderen – entstandenen radikalen Liberalismus seines Freundes Benjamin R. Tucker überein.

Text: “John Henry Mackay”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von John Henry Mackay

2 bücher