Porträt von John Herschel
Foto: Julia Margaret Cameron · Wikimedia Commons

Autor

John Herschel

Britischer Astronom

Geboren
7. März 1792, Slough
Gestorben
11. Mai 1871, Hawkhurst
Staatsangehörigkeit
Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland
Beruf
Astronom, Fotograf, Mathematiker, Chemiker und Physiker
Wichtige Werke
General Catalogue of Nebulae and Clusters · Preliminary Discourse on the Study of Natural Philosophy · On the aberrations of compound lenses and object-glasses

Leben und Werk

Sir John Frederick William Herschel, 1. Baronet (* 7. März 1792 in Slough, Buckinghamshire (heute Berkshire); † 11. Mai 1871 in Hawkhurst, Kent) war ein britischer Astronom und Sohn des Uranus-Entdeckers Wilhelm Herschel. Auf ihn gehen die ersten Doppelstern- und Nebelkataloge des Südsternhimmels zurück, die er während eines fünfjährigen Aufenthalts bei Kapstadt beobachtete. Daneben war er wesentlich an der frühen Entwicklung der Fotografie beteiligt und erfand die Cyanotypie (Blaupause).

Leben und Wirken

Herschel war der Sohn des aus Hannover stammenden Wilhelm Herschel und Neffe der Astronomin und Musikerin Caroline Herschel. Zunächst wurde er Jurist, wandte sich später wie sein Vater der Astronomie zu und übernahm dessen große Sternwarte im südenglischen Slough.

Seit seinem Studium an der University of Cambridge war Herschel mit Charles Babbage befreundet. Mit ihm zusammen gründete er schon während seines Studiums in Cambridge unter der Leitung von Robert Woodhouse die Analytical Society. Am 12. Januar 1820 gehörte Herschel zu den 14 Gründungsmitgliedern der Astronomical Society of London.

Nachdem er den Katalog seines Vaters über den nördlichen Himmel ergänzt und vervollständigt hatte, kam er im Januar 1834, zehn Tage nach Thomas Maclear, in Kapstadt an und erwarb das Gut Feldhausen (einst Veldhuyzen) im heutigen Vorort Claremont, wo er sein Teleskop errichtete, um dort den Südhimmel zu kartieren.

John Herschel entdeckte unter anderem, dass die Magellanschen Wolken keine Nebel sind, sondern aus Myriaden von Sternen bestehen. Es entstanden neben weiteren Veröffentlichungen elf Kataloge von Doppelsternen, und ein Katalog von 5079 Nebeln und Sternhaufen wurde 1864 veröffentlicht. Ein Katalog von 10.300 Doppel- und Mehrfachsternen erschien posthum 1874. Herschel führte auch das Julianische Datum in die Astronomie ein.

Text: “John Herschel”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von John Herschel

1 buch