John Horace Round, bekannt als J. Horace Round (* 22. Februar 1854 in Hove, Sussex; † 25. Juni 1928 in Brighton) war ein britischer Mittelalterhistoriker und Genealoge.
Leben und Wirken
Round stammte aus einer Familie von Bankern in Colchester, war von Haus aus finanziell unabhängig und studierte Geschichte (Modern History) an der Universität Oxford (Balliol College). Dort zählte der Regius-Professor William Stubbs zu seinen Lehrern. Er war Deputy Lieutenant und Lord of the manor der Grafschaft Essex, das er – obwohl in Sussex geboren – als seine wahre Heimat betrachtete.
Er galt als Autorität für die normannische Zeit Englands und in genealogischen Fragen für den britischen Adel und wurde 1914 Ehren-Berater des britischen Königshauses in genealogischen Fragen. Außerdem beriet er das House of Lords in Fragen des Krönungszeremoniells. Er gab das Domesday Book für Essex heraus, was als bedeutende historische Leistung gesehen wurde, bei der er viele dunkle Punkte klärte, und lieferte zahlreiche Beiträge für The Complete Peerage und die erste Auflage des Dictionary of National Biography.
Er heiratete nie, war häufig krank und war unter Historiker- und Genealogenkollegen als streitbar bekannt. 1905 wurde er Ehrendoktor der Universität Edinburgh.
Schriften
Geoffrey de Mandeville. A study of the anarchy, Longmans, Green 1892, Archive
Feudal England: historical studies on the eleventh and twelfth centuries, 1895, Neuauflage Barnes and Noble 1964 (Vorwort Frank Merry Stenton), Archive
The Commune of London and other studies, Westminster: A. Constable 1899, Archive