Porträt von John Marshall
Foto: Henry Inman · Wikimedia Commons

Autor

John Marshall

Außenminister der Vereinigten Staaten, Vorsitzender am Obersten Gerichtshof

Geboren
24. September 1755, Germantown
Gestorben
6. Juli 1835, Philadelphia
Staatsangehörigkeit
Vereinigte Staaten
Beruf
Politiker, Richter, Rechtsanwalt, Diplomat und Jurist

Leben und Werk

John Marshall (* 24. September 1755 in Germantown, heute Midland, Fauquier County, Kolonie Virginia; † 6. Juli 1835 in Philadelphia, Pennsylvania) war ein US-amerikanischer Politiker und einer der bedeutendsten Juristen des Landes.

Er war Außenminister, Gründer des Constitutional Law und Vorsitzender Richter am Supreme Court of the United States („Oberster Gerichtshof der USA“).

Leben

In den ersten Jahren der amerikanischen Revolution besiegte er am 30. Juli 1776 das 3. Virginia Continental Regiment und erledigte mehrere militärisch wichtige Einsätze mit Erfolg, sodass er zum Captain befördert wurde. Nach dem Krieg wurde er Jurist und vertrat seinen Bundesstaat in der neu gegründeten Föderalistischen Partei. Anschließend boten George Washington und John Adams ihm mehrere Posten an, unter anderem als Gesandter in Frankreich, als Justiz- und Kriegsminister sowie als Bundesrichter. Marshall zog es jedoch vor, in Virginia zu bleiben.

Trotz seiner Weigerungen nahm er 1797 die Leitung einer dreiköpfigen Kommission an, um mit Frankreich zu verhandeln. Nachdem die französischen Verhandlungsführer eine persönliche Bestechung als Gegenleistung dafür gefordert hatten, um an den Verhandlungstisch zurückzukehren (XYZ-Affäre), antwortete Marshall für sich und seine Kollegen mit einer glänzenden Rede, die diese Erpressung ablehnte und sich auf Ehre und Würde des neuen Landes berief. Danach bot ihm der damalige US-Präsident John Adams eine Stelle am Obersten Gerichtshof an, aber Marshall strebte einen Sitz im US-Kongress an, den er 1799 auch erreichte. Am 6. Juni 1800 nahm er das Amt des Außenministers als Nachfolger von Timothy Pickering an, für das er am 13. Juni desselben Jahres vereidigt wurde. Dieses Amt hielt er bis zum Ende der Präsidentschaft von John Adams 1801 inne. Am 20. Januar 1801 wechselte Marshall in das Amt des Vorsitzenden Richters (Chief Justice) am Obersten Gerichtshof. Sein Nachfolger im Amt des Außenministers wurde James Madison. Zunächst wurde dieser Wechsel vor allem als Versuch der Konservativen angesehen, ein Gegengewicht zur Präsidentschaft Thomas Jeffersons zu schaffen.

Text: “John Marshall”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.