Porträt von John Venn
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Autor

John Venn

Englischer Mathematiker, nach dem die Venn-Diagramme benannt sind

Geboren
4. August 1834, Kingston upon Hull
Gestorben
4. April 1923, Cambridge
Staatsangehörigkeit
Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland
Beruf
Mathematiker, Philosoph, Hochschullehrer, Logiker und Anglikanischer Theologe
Wichtige Werke
Symbolic Logic · The Game of Logic · Venn-Diagramm

Leben und Werk

John Venn Junior (* 4. August 1834 in Kingston upon Hull; † 4. April 1923 in Cambridge) war ein englischer Mathematiker, Logiker, Philosoph und anglikanischer Geistlicher.

Leben und Wirken

Venn war der Sohn von Martha Venn, geborene Sykes, (1800–1840) und dem Pfarrer und Sozialreformer Henry Venn (1796–1873). Er wuchs zusammen mit drei Geschwistern, Henrietta (1832–1902), Canon Henry (1838–1923) und Susan, auf. Seine Mutter verstarb, als er sechs Jahre alt war. Venn stammte von einer langen Reihe von evangelischen Geistlichen ab, der auch sein Großvater, John Venn Senior angehörte, der sich für die Abschaffung der Sklaverei einsetzte. John Venn Junior folgte seiner Familientradition und wurde anglikanischer Pfarrer. Er wirkte zunächst in Cheshunt, Hertfordshire und später in Mortlake, Surrey.

Venn besuchte in London die Highgate School. Von 1853 bis 1857 studierte er am Gonville and Caius College in Cambridge. 1858 wurde er in Ely als Diakon und 1859 als Priester der Church of England ordiniert. 1862 kehrte er als Universitätsdozent nach Cambridge zurück und widmete sich unter dem Einfluss der Arbeiten von Augustus De Morgan, George Boole und John Stuart Mill der Logik und der Wahrscheinlichkeitstheorie.

Als Professor für Logik und Naturphilosophie lehrte Venn über 30 Jahre in Cambridge. Die selbst entwickelte induktive und methodologische Logik versuchte Venn mit der deduktiven und formalistischen von William Rowan Hamilton zu verknüpfen. Im Anschluss an Leonhard Euler führte er die grafische Darstellung der kategorischen Aussagen der Klassenlogik weiter (Venn-Diagramme). Er prägte den Begriff der symbolischen Logik. Weiterhin untersuchte er Probleme der Modallogik. Als Erster arbeitete Venn die Häufigkeitskonzeption der Wahrscheinlichkeit in Form einer mathematischen Theorie aus. Seine Ideen zur Wahrscheinlichkeitstheorie wurden später von Hans Reichenbach aufgegriffen und weiterentwickelt.

Text: “John Venn”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von John Venn

1 buch