Porträt von Joseph Fiévée
Foto: Constant-Joseph Desbordes · Wikimedia Commons

Autor

Joseph Fiévée

Französischer Journalist, Schriftsteller und Abgeordneter

Geboren
9. April 1767, Paris
Gestorben
8. Mai 1839, ehemaliges 11. Arrondissement von Paris
Staatsangehörigkeit
Frankreich
Beruf
Journalist, Schriftsteller, Romancier, Essayist und Dramatiker

Leben und Werk

Joseph Fiévée (* 9. April 1767 in Paris; † 9. Mai 1839 ebenda) war ein französischer Journalist, Schriftsteller und Abgeordneter.

Leben

Fiévée war der Sohn eines Wirts und der Schwager des Journalisten Charles Frédéric Perlet (1759–1828).

Während der Revolution und Terrorherrschaft war Fiévée Anhänger der Royalisten und damit Parteigänger von François Xavier de Montesquiou-Fézensac. In dieser Zeit verfasste Fiévée seinen Schlüsselroman La dot de Suzette (dt. Die Mitgift von Suzette), der ein großer literarischer Erfolg wurde.

1790 heiratete er, doch seine Ehefrau starb bereits bei der Geburt des ersten Kindes. Ende desselben Jahres traf Fiévée den Schriftsteller Michel Théodore Leclercq, mit dem er bald zusammenzog. Beide erzogen Fiévées Sohn gemeinsam.

Durch seine Bekanntschaft mit dem Schriftsteller Jean-Louis Aubert wurde Fiévée 1800 Redakteur der Zeitung Gazette de France. 1803 wurde Fiévée auf Befehl von Joseph Fouché verhaftet und im Pariser Temple inhaftiert. Erst als Pierre-Louis Roederer, ein Berater Napoleons, bei Fouché intervenierte, kam Fiévée wieder frei.

Zwischen 1804 und 1807 fungierte Fiévée als Chefredakteur des Journal des débats. Auf Wunsch Napoleons wurde Fiévée 1810 in den Adelsstand erhoben und ihm das Prädikat „maître des requêtes“ verliehen. Napoleon ernannte ihn zum Mitglied im Conseil d’État und drei Jahre erhielt er den Posten des Präfekten des Départements Nièvre. Als Fiévée zusammen mit seinem Sohn und Leclercq in Nevers eintraf, kam es zum Skandal.

Vier Wochen nach seinem 72. Geburtstag starb Joseph Fiévée am 9. Mai 1839 in Paris und fand seine letzte Ruhestätte neben Leclercq auf dem Friedhof Père-Lachaise.

Text: “Joseph Fiévée”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Joseph Fiévée

1 buch