Autor
Joseph Reinach
Französischer Politiker
- Geboren
- 30. September 1856, Paris
- Gestorben
- 18. April 1921, Paris
- Staatsangehörigkeit
- Frankreich
- Beruf
- Rechtsanwalt, Journalist, Politiker und Schriftsteller
Leben und Werk
Joseph Reinach (* 30. September 1856 in Paris; † 18. April 1921 in Paris) war ein französischer Politiker, Schriftsteller und Journalist, der vor allem durch sein Engagement in der Dreyfus-Affäre bekannt wurde. Von 1889 bis 1898 und von 1906 bis 1914 war er Abgeordneter in der Nationalversammlung, wo er in der republikanischen Fraktion Union démocratique bzw. Gauche démocratique saß.
Familie
Joseph Reinach entstammte der jüdisch-deutschen Bankiersfamilie Reinach, beanspruchte später jedoch laut Pierre Vidal-Naquet eine Schweizer Herkunft. Salomon und Théodore Reinach waren seine jüngeren Brüder; Jacques de Reinach (alias Jacques, 2. Baron Reinach) sein Schwiegervater. Sein Sohn Adolphe war der Schwiegersohn von Mathieu, dem älteren Bruder von Alfred Dreyfus. Adolphe fiel kurz nach Beginn des Ersten Weltkriegs in den Ardennen.
Ausbildung und Karriere
Reinach besuchte das Lycée Condorcet und schrieb sich danach in der juristischen Fakultät ein. Er wurde Rechtsanwalt und 1877 in die Pariser Anwaltskammer aufgenommen.
Seine journalistischen Arbeiten erregten die Aufmerksamkeit Léon Gambettas, der ihn zu seiner Zeitung La République française holte. Nach Gambettas Tod leitete Reinach die Zeitung. Im Kabinett Gambetta bekleidete er die Funktion eines Chefsekretärs. Parteipolitisch schloss er sich in dieser Zeit den Républicains modérés an. Er war ein Gegner General Boulangers. Von 1889 bis 1898 und von 1906 bis 1914 war er Deputierter des Départements Alpes-Basses. Von 1919 bis zu seinem Tod war er Bürgermeister der Stadt Digne-les-Bains.
Text: “Joseph Reinach”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Joseph Reinach
1 buch

