Autor
Joséphin Péladan
Französischer Schriftsteller
- Geboren
- 28. März 1858, 2. Arrondissement
- Gestorben
- 27. Juni 1918, Neuilly-sur-Seine
- Staatsangehörigkeit
- Frankreich
- Beruf
- Dramatiker, Schriftsteller, Kunstkritiker und Okkultist
Leben und Werk
Joséphin (Joseph) Péladan genannt »Sâr« Péladan (* 28. März 1858 bei Lyon; † 27. Juni 1918 in Neuilly-sur-Seine) war ein französischer Schriftsteller, Okkultist und Martinist.
Leben und Wirken
Péladan stammte aus einer traditionell katholischen Familie aus Lyon. Sein Vater war Lehrer, gab eine katholische und monarchistische Zeitschrift heraus und versuchte unter anderem einen Kult um die (hypothetische) 6. Wunde Jesu ins Leben zu rufen. Péladans ältester Bruder, Adrian, war als Homöopath, Kabbalist und Orientalist tätig. Er befasste sich mit Mystik und schenkte Joséphin seine große hermetische Bibliothek.
Nach einem kurzen Angestelltenverhältnis bei einer Pariser Bankgesellschaft reiste Péladan nach Rom und Florenz, wo er sich in zahlreichen Schriften und Studien intensiv mit den Werken von Leonardo da Vinci und der Renaissance auseinandersetzte. Er hatte eine Vorliebe für die Werke von Miguel de Cervantes und Richard Wagners Musiktheater (vornehmlich Parsifal) und kleidete sich gemäß Wagners Werken gern in weißen Tuniken mit himmelblauen Streifen.
1888 begründete Péladan mit Stanislas de Guaita den Ordre Kabbalistique de la Rose-Croix (OKRK) (Kabbalistischer Rosenkreuzerorden). Da sich Péladan schon bald von der satanischen Ausrichtung de Guaitas abgestoßen fühlte und ihn die theosophischerseits eingebrachten indischen Einflüsse störten, begann er seine esoterischen Interessen mehr mit einer katholischen Frömmigkeit zu verbinden, und begründete im Juni 1890 einen Rosenkreuzerorden katholischer Provenienz, den Ordre de la Rose Croix Catholique, du Temple et du Graal zu gründen.
Text: “Joséphin Péladan”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Joséphin Péladan
1 buch

