Porträt von Josephine Diebitsch Peary
Foto: E.S. Dunshee, photographer, 1330 Chestnut Street, Philadelphia, Pennsylvania, USA · Wikimedia Commons

Autor

Josephine Diebitsch Peary

US-amerikanische Polarforscherin und Schriftstellerin

Geboren
22. Mai 1863, Maryland
Gestorben
19. Dezember 1955, Portland
Staatsangehörigkeit
Vereinigte Staaten
Beruf
Forschungsreisende und Schriftstellerin

Leben und Werk

Josephine Cecilia Diebitsch Peary (* 22. Mai 1863 in Forestville in Maryland; † 19. Dezember 1955 in Portland in Maine) war eine US-amerikanische Polarforscherin und Schriftstellerin. Sie gilt als die erste weiße Frau, die in der Arktis überwintert hat. 1893 erschien ihr Buch My Arctic Journal – a Year among Ice-Fields and Eskimos. Sie war die Ehefrau von Robert E. Peary, den sie bei seinen Versuchen, den Nordpol zu erreichen, aktiv unterstützte. 1955 ehrte die National Geographic Society sie mit der Medal of Achievement für ihre Verdienste um die Arktis. Isabel Coixet drehte 2014 über Josephine Peary den Spielfilm Nobody Wants the Night mit Juliette Binoche in der Hauptrolle.

Leben

Josephine Peary wurde am 22. Mai 1863 als Tochter deutscher Einwanderer in den USA geboren. Ihr Vater arbeitete an der Smithsonian Institution in Washington. Mit 19 verliebte sie sich bei einem Tanzkurs in Robert E. Peary, den Mann, der wie besessen war von der Idee, als erster zum Nordpol zu gelangen. Sie wurden ein Paar. Er sagte von ihr: „Dass sie mich liebt, weiß ich; dass sie mich glücklich machen kann, denke ich; dass sie mich weniger als jede andere Frau, die ich getroffen habe, behindern wird – dessen bin ich mir sicher.“ Damit hatte er recht. Josephine begriff schnell, dass sie diesen Mann nicht dazu bringen würde, ein ganz normales Familienleben zu leben. Sie beschloss, ihn zu begleiten.

Expeditionen in die Arktis

1891 schloss Josephine Peary sich dem Expeditionsteam von Robert E. Peary an und überwinterte zusammen mit den Männern in der Arktis. 1893, während Pearys zweiter Grönland-Expedition, brachte sie in der Expeditionshütte ihre Tochter Marie Ahnighito (1893–1978) zur Welt. Die Inuit konnten das Wunder kaum fassen: Das Kind war so weiß, dass sie es das Schneebaby nannten. Im Winter darauf schickte Peary Frau und Kind nach Hause. Josephine war tief verletzt, dass er sie nicht mehr dabei haben wollte. Aber es blieb dabei: Er im Eis, sie daheim.

Text: “Josephine Peary”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Josephine Diebitsch Peary

1 buch