Porträt von Joshua R. Giddings
Foto: Mathew Benjamin Brady · Wikimedia Commons

Autor

Joshua R. Giddings

US-amerikanischer Jurist und Politiker

Geboren
6. Oktober 1795, Athens
Gestorben
27. Mai 1864, Montreal
Staatsangehörigkeit
Vereinigte Staaten
Beruf
Politiker, Rechtsanwalt, Abolitionist und Menschenrechtler

Leben und Werk

Joshua Reed Giddings (* 6. Oktober 1795 in Tioga Point, Bradford County, Pennsylvania; † 27. Mai 1864 in Montreal, Kanada) war ein amerikanischer Jurist und Politiker. Von 1838 bis 1859 vertrat er den Bundesstaat Ohio im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten. Zeitlebens trat er gegen die Unterdrückung des Menschen durch den Menschen auf, zunächst während des Zweiten Seminolenkriegs (1835–1842), dann als glühender Verfechter der Abschaffung der Sklaverei.

Leben

Giddings wurde am 6. Oktober 1795 im heutigen Athens in Pennsylvania geboren. Im Jahr 1806 zog er mit seiner Familie nach Ohio in das Ashtabula County um, ein damals spärlich besiedeltes Gebiet, fast noch Wildnis.

Er arbeitete auf der Farm seines Vaters mit, las und lernte jedoch viel. Nach 1814 arbeitete er mehrere Jahre als Lehrer. 1821 wurde er als Rechtsanwalt zugelassen. Bald hatte er eine gutgehende Kanzlei aufgebaut, die auf Strafverteidigung spezialisiert war. 1838 verlor er einen großen Teil seines Vermögens an der Börse und war somit gezwungen, die Kanzlei aufzugeben.

Nachdem Giddings bereits von 1826 bis 1828 seinen Wahlkreis im Repräsentantenhaus von Ohio vertreten hatte, entschloss er sich, für das US-Repräsentantenhaus in Washington, D.C. zu kandidieren. Von Dezember 1838 bis März 1859 war er Abgeordneter im Repräsentantenhaus, bis 1843 dabei für den 16. Wahlbezirk von Ohio, danach für den 20. Bezirk. Giddings kandidierte zunächst für die Whigs, dann als Free-Soiler und schließlich als Republikaner.

Bezüglich der Sklaverei vertrat Giddings die Auffassung, dass es sich dabei um eine Einrichtung der einzelnen Staaten handelte und die Regierung der USA dementsprechend auf diesem Gebiet nicht tätig werden durfte. Daraus ergab sich nach seiner Ansicht, dass die Sklaverei im Gebiet des District of Columbia und in den Territorien unrechtmäßig war und dort abgeschafft werden musste; das Gleiche galt für den Küstenhandel mit Sklaven unter Bundesflagge, dieser musste unterbunden werden. Ferner hatte der Kongress nach Giddens Ansicht keine Befugnis, Gesetze zu erlassen, die eine Anerkennung der Sklaverei auf Bundesebene bedeutet hätten.

Text: “Joshua Reed Giddings”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Joshua R. Giddings

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