Porträt von Jules Massenet
Foto: Photographer: Eugène Pirou (1841-1909) Restorer: Adam Cuerden · Wikimedia Commons

Autor

Jules Massenet

Französischer Opernkomponist

Geboren
12. Mai 1842, Montaud
Gestorben
13. August 1912, Paris
Staatsangehörigkeit
Frankreich
Beruf
Komponist, Musikwissenschaftler, Musikpädagoge, Hochschullehrer und Pianist
Wichtige Werke
Werther · Manon · Don Quichotte · Cendrillon · Thaïs · Hérodiade

Leben und Werk

Jules Émile Frédéric Massenet (* 12. Mai 1842 in Montaud bei Saint-Étienne; † 13. August 1912 in Paris) war ein französischer Opernkomponist des ausgehenden 19. Jahrhunderts.

Leben

Jules Massenet war das vierte und jüngste Kind aus der zweiten Ehe seines Vaters Alexis Massenet (1788–1863), eines Ingenieurs, Offiziers und Industriellen, mit Adélaïde Royer de Marancour (1809–1875). Der Vater war in erster Ehe mit Sophie von Jaegerschmidt (1797–1829) verheiratet, mit der er acht Kinder hatte. Jules Massenet erhielt durch seine Mutter den ersten Klavierunterricht. Bereits als Elfjähriger (1853) erhielt er am Conservatoire de Paris die erste Ausbildung bei Ambroise Thomas und Charles Gounod. Er beendete dort 1863 sein Studium, als er den Prix de Rome gewann. In jener Zeit begegnete er auch Franz Liszt und seiner zukünftigen Frau Louise-Constance de Gressy (genannt Ninon), die Liszt ihm als Klavierschülerin vermittelt hatte.

Massenet hielt sich drei Jahre in der Villa Medici in Rom auf, danach kehrte er wieder in seine Heimat zurück. Er engagierte sich in der Pariser Opernszene und brachte seine erste Oper 1867 auf die Bühne. Sein Erfolg kam nur schrittweise; ein Jahrzehnt später gelang ihm sein erster richtiger Erfolg mit Le roi de Lahore. 1884 erlangte er durch seine Oper Manon internationalen Ruhm. Er gehörte bald zu den einflussreichsten Musikdramatikern Frankreichs. Seine Werke überzeugten besonders durch nuancenreiche Melodik und Harmonik.

Die strengen Regeln der Pariser Opéra Comique verlangten zwischen den Musiknummern gesprochene Dialoge. Massenet fand die Lösung, die Texte zur Orchesterbegleitung sprechen zu lassen. Dadurch blieb die musikalische Linie aufrechterhalten. Diese besondere Eingebundenheit der Handlung war bei der Oper Manon auffällig.

Text: “Jules Massenet”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Jules Massenet

1 buch