Porträt von Jules Renard
Foto: unbekannter Urheber · Wikimedia Commons

Autor

Jules Renard

Französischer Schriftsteller (1864-1910)

Geboren
22. Februar 1864, Châlons-du-Maine
Gestorben
22. Mai 1910, Paris
Staatsangehörigkeit
Frankreich
Beruf
Schriftsteller, Aphoristiker, Dramatiker, Romancier und Tagebuchschreiber
Strömung
Freidenker

Leben und Werk

Jules Renard (* 22. Februar 1864 in Châlons-du-Maine; † 22. Mai 1910 in Paris) war ein französischer Schriftsteller, Romanautor und Journalist. Politisch stand er der Linken nahe.

Leben und Werk

Jules Renard war Sohn eines burgundischen Bauunternehmers. Er wuchs in der wald- und wasserreichen Landschaft auf, die vom Mittelgebirge des Morvan beherrscht wird. Das für das Kind drückende Klima im Elternhaus lässt sich aus Renards episodenhaftem Roman Rotfuchs erahnen, der ihm (1894) zum Durchbruch als Schriftsteller verhalf. Er war bis 1881 Gymnasiast in Nevers, anschließend in Paris. Renards Abitur (1883) war zu schlecht, um sich Chancen für die École normale supérieure ausrechnen zu können. Zudem hatte er sich inzwischen fürs Schreiben und das entsprechende Literatenmilieu erwärmt. Seine erste Buchveröffentlichung 1888 war ein Band mit Novellen. Der hauptstädtische Literaturbetrieb sei ein „Fieberberuf“, in dem man Erfolg habe oder sterbe, schrieb er seiner Schwester.

Sein Vater unterstützte ihn weiter finanziell. Nachdem er 1886/87 seinen Wehrdienst (in Bourges) abgeleistet hatte, hatte er Gelegenheitsarbeiten als Advokatengehilfe und Hauslehrer. Er traf die aus reichem Elternhaus stammende Marie Morneau und zog mit ihr 1888 in ein Pariser Mietshaus ein. Im Folgejahr beteiligte sich Renard als Hauptaktionär an der Gründung der Zeitschrift Mercure de France, die es rasch zu Ansehen brachte. Er lieferte regelmäßig sowohl erzählende wie kritische Beiträge für die Zeitschrift. Erste Romanversuche zeigen dem von Balzac, Flaubert und Zola beeindruckten Renard, dass seine Stärke im Gegensatz zu diesen Vorbildern nicht im Typisieren, sondern in der treffenden Zeichnung des Individuellen liegt. Auch für die „große Form“ und für eine umfangreiche Produktion ist er der falsche Mann.

Text: “Jules Renard”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Jules Renard

5 bücher