Autor
Júlia Lopes de Almeida
Brasilianische Schriftstellerin
- Geboren
- 24. September 1862, Rio de Janeiro
- Gestorben
- 30. Mai 1934, Rio de Janeiro
- Staatsangehörigkeit
- Brasilien
- Beruf
- Schriftstellerin und Romancière
Leben und Werk
Júlia Valentim da Silveira Lopes de Almeida (* 24. September 1862 in Rio de Janeiro; † 30. Mai 1934 ebenda) war eine brasilianische Schriftstellerin, Chronistin, Theatermacherin und Abolitionistin.
Sie war eine der Gründerinnen der Academia Brasileira de Letras, der Brasilianischen Akademie der Literatur, und schuf ein umfangreiches und bedeutendes Werk der brasilianischen Literatur, das von der Kinderliteratur bis hin zu Romanen, Chroniken, Theaterstücken und journalistischen Artikeln reicht. Sie war mit dem portugiesischen Dichter Filinto de Almeida verheiratet und die Mutter der Schriftsteller Afonso, Abano und Margarida Lopes de Almeida.
Leben
Lopes de Almeida wurde als Tochter des Arztes Valentim José da Silveira Lopes, später Vicomte von São Valentim, und Adelina Pereira Lopes, beide portugiesische Einwanderer, geboren. Als Kind zog die Familie nach Campinas im Bundesstaat São Paulo, wo sie 1881 ihre ersten Texte in der Gazeta de Campinas veröffentlichte, obwohl Schreiben zu jener Zeit nicht als angemessene Tätigkeit für Frauen galt. In einem Interview mit João do Rio zwischen 1904 und 1905 gestand sie, dass sie zu der Zeit oft Verse schrieb, dies aber im Geheimen tat. Drei Jahre später, 1884, begann sie auch für die Zeitung O País in Rio zu schreiben, eine Tätigkeit, die mehr als drei Jahrzehnte andauerte.
1886 zog sie nach Lissabon, wo sie sich als Schriftstellerin etablierte und 1887 zusammen mit ihrer Schwester Adelina Lopes Vieira Contos Infantis veröffentlichte. Am 28. November 1887 heiratete sie Filinto de Almeida, den damaligen Leiter der in Rio de Janeiro erscheinenden Zeitschrift A Semana Ilustrada. Sie wurde zu einer permanenten Mitarbeiterin dieser Zeitschrift. Sie schrieb auch für die Zeitschrift Brasil-Portugal (1899–1914). Lopes de Almeida kehrte 1888 nach Brasilien zurück, wo sie ihren ersten Roman, Memórias de Marta, veröffentlichte, der als Beilage in O País erschien. Ihre Schriften in den Zeitungen jener Zeit behandelten stets aktuelle Themen wie die Republik, Abolitionismus oder Bürgerrechte. Sie arbeitete auch mit Frauenzeitschriften zusammen, wie der Zeitschrift A Mensageira in São Paulo, die zwischen 1897 und 1900 von der Schriftstellerin Presciliana Duarte de Almeida geleitet wurde.
Text: “Júlia Lopes de Almeida”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

