Autor
Julius Wolff
Niederländischer Mathematiker
- Geboren
- 18. April 1882, Nijmegen
- Gestorben
- 8. Februar 1945, KZ Bergen-Belsen
- Staatsangehörigkeit
- Königreich der Niederlande
- Beruf
- Mathematiker und Hochschullehrer
Leben und Werk
Julius Wolff, genannt Jules Wolff, (* 18. April 1882 in Nijmegen; † 8. Februar 1945 in Bergen-Belsen) war ein niederländischer Mathematiker, der sich mit Analysis befasste.
Leben
Wolff, der Sohn des Viehhändlers und Schlachters Levie Wolff und von Ida Jacobsohn, studierte Mathematik und Physik an der Universität Amsterdam und wurde 1908 bei Diederik Korteweg promoviert (Dynamen, aufgefasst als duale Vektoren; niederländisch Dynamen, beschouwd als duale vectoren). Er lehrte von 1907 bis 1917 als Lehrer in Meppel, Middelburg und Amsterdam, wurde 1917 Privatdozent an der Universität Groningen und 1922 Dozent an der Universität Utrecht. Daneben beriet er eine Lebensversicherung (die Eigen Hulp) in Den Haag. Er wurde als Jude unter nationalsozialistischer Besatzung in ein Konzentrationslager gesperrt und, nachdem die Familie zunächst noch zur Barneveld-Gruppe prominenter Juden gehörte, die von Deportation verschont waren, nachdem sie sich für die Gerzon-Gruppe entschieden (die für die als kriegswichtig geltende Bekleidungsfirma Gerzon arbeiteten) nach Bergen-Belsen deportiert, wo er starb. Auch im Konzentrationslager und sogar noch in Bergen-Belsen soll er noch an mathematischen Fragen gearbeitet und Vorlesungen gehalten haben.
Seine Frau Betsy Gersons (1889–1945), die Tochter eines Bekleidungshändlers, die er 1911 in Tilburg heiratete, und sein Sohn Ernst (1919–1945), der Violine spielte, starben ebenfalls 1945 (etwa einen Monat später) in Bergen-Belsen. Sein Sohn Louis starb 1940 in Amsterdam. Eine Tochter überlebte den Krieg.
Text: “Julius Wolff (Mathematiker)”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Julius Wolff
1 buch

