Porträt von Justus Lipsius
Foto: After Abraham Janssens I / After Peter Paul Rubens / Peter Paul Rubens · Wikimedia Commons

Autor

Justus Lipsius

Flämischer Rechtsphilosoph und Philologe

Geboren
18. Oktober 1547, Overijse
Gestorben
23. März 1606, Löwen
Staatsangehörigkeit
Spanische Niederlande
Beruf
Grammatiker, Historiker, Philosoph, Altertumswissenschaftler und Philologe
Strömung
Humanismus und Stoa
Wichtige Werke
De Constantia · C. Cor. Taciti vita, res gestae, et scripta

Leben und Werk

Justus Lipsius (eigentlich Joest Lips; * 18. Oktober 1547 in Overijse; † 23. März 1606 in Löwen) war ein flämischer Philosoph und Philologe sowie Militärwissenschaftler.

Leben

Justus Lipsius war der Sohn des königlichen Magistratsbeamten in Brüssel Aegidius (Gilles) Lipsius († 1565) und dessen Ehefrau Isabella Durieu († 1565). Der Mönch und Humanist Martin Lipsius war sein Großonkel väterlicherseits.

Nach dem Schulbesuch in Brüssel und Ath studierte er ab 1559 auf dem Jesuitenkolleg in Köln. Nachdem sich Lipsius hier immer intensiver mit dem Eintritt ins Kloster beschäftigte, schickte ihn sein Vater an die Universität Löwen. Ab 1563 studierte Lipsius dort Jura, interessierte sich aber immer mehr für die Humaniora. Löwen war zu dieser Zeit das Zentrum der späthumanistischen niederländischen Philologie.

Da seine Familie sehr wohlhabend war, konnte sich Lipsius ab 1565, nach dem Tod seines Vaters, frei von wirtschaftlicher Not ganz der Forschung widmen.

Da er sein erstes Werk Variarum lectionum libri II dem Kardinal Antoine Perrenot de Granvelle widmete, konnte Lipsius diesen als Mäzen gewinnen. Der Kardinal nahm Lipsius 1567 als Sekretär mit nach Rom und machte ihn dort u. a. mit den Humanisten Paulus Manutius und Marcus Antonius Muretus bekannt. Während seines zweijährigen Aufenthalts studierte Lipsius auch an der Vatikanischen Bibliothek.

1569 kehrte Lipsius nach Löwen zurück. 1570 begab er sich auf eine Studienreise, die ihn zunächst nach Wien führte, wo er mit den Humanisten um Kaiser Maximilian II. bekannt wurde. Er reiste weiter durch Böhmen, Sachsen und Thüringen und nahm 1572 einen Ruf als Professor für Beredsamkeit und Geschichte an der lutherischen Universität Jena an. Aus unbekannten Gründen verließ er Jena bereits 1573 wieder und ging nach Köln. Dort heiratete er noch im selben Jahr Anna van den Calstere, die Witwe des Tuchhändlers Hendrik Lottyns.

Text: “Justus Lipsius”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Justus Lipsius

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