Porträt von Karl Bücher
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Autor

Karl Bücher

Deutscher Volkswirt und Zeitungswissenschaftler

Geboren
16. Februar 1847, Kirberg
Gestorben
12. November 1930, Leipzig
Staatsangehörigkeit
Deutschland
Beruf
Wirtschaftswissenschaftler, Hochschullehrer, Soziologe, Statistiker und Wirtschaftshistoriker
Wichtige Werke
Die Presse

Leben und Werk

Karl Wilhelm Bücher, selten auch Carl (* 16. Februar 1847 in Kirberg, Herzogtum Nassau; † 12. November 1930 Leipzig), war ein deutscher Nationalökonom. Er war einer der Gründerväter der Zeitungswissenschaft in Europa. Innovativ waren auch seine Beiträge zur Arbeitssoziologie (Arbeit und Rhythmus) und Wirtschaftsgeschichte (Die Entstehung der Volkswirtschaft). Außerdem beschäftigte er sich mit reziproken Vorgängen in der Gesellschaft. Er gilt als Erfinder des Gesetzes der Massenproduktion.

Biografie

Bücher war der Sohn des Bürstenmachermeisters Friedrich Bücher, der in Kirberg eine kleinindustrielle Fertigung und Landwirtschaft betrieb, und dessen Frau Christiane. Karl Bücher besuchte von 1863 bis 1866 das Gymnasium in Hadamar. An den Universitäten Bonn und Göttingen studierte er Alte Geschichte und Philologie. Nach der Promotion, die er 1870 ablegte, bestand er 1872 die Staatsprüfung und arbeitete im Probejahr als Lehrer in Dortmund. Von 1873 bis 1878 war er Lehrer an der Wöhlerschule in Frankfurt am Main, deren Trägerin die Polytechnische Gesellschaft war. Während dieser Zeit betrieb er über seine Lehrertätigkeit hinaus nationalökonomische Studien.

1878 nahm Bücher ein Angebot des Herausgebers der Frankfurter Zeitung, Leopold Sonnemann, an und wurde dort Redakteur des sozial- und wirtschaftspolitischen Ressorts. Aus einem immer stärker zu Tage tretenden Interesse für die sozial- und wirtschaftspolitischen Fragen am Beginn der Ära Bismarck fasste er eine Habilitation ins Auge. 1881 erhielt er an der Ludwig-Maximilians-Universität München die Venia legendi für Nationalökonomie und Statistik. Nach Ordinariaten an den Universitäten Dorpat und Basel und an der Technischen Hochschule Karlsruhe folgte er 1892 einem Ruf nach Leipzig, er lehrte dort bis 1917. Die Sächsische Akademie der Wissenschaften nahm ihn 1894 als ordentliches Mitglied auf. 1895 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften gewählt. Seit 1924 war er auswärtiges Mitglied der Accademia Nazionale dei Lincei.

Text: “Karl Bücher”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

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