Autor
Karl Gutzkow
Deutscher Schriftsteller, Dramatiker und Journalist (1811-1878)
- Geboren
- 17. März 1811, Berlin
- Gestorben
- 16. Dezember 1878, Sachsenhausen
- Staatsangehörigkeit
- Königreich Preußen
- Beruf
- Journalist, Schriftsteller, Romancier, Dramatiker und Literaturkritiker
Leben und Werk
Karl Ferdinand Gutzkow (auch Carl Gutzkow, geboren 17. März 1811 in Berlin; gestorben 16. Dezember 1878 in Frankfurt-Sachsenhausen) war ein deutscher Schriftsteller, Dramatiker und Journalist, einer der Stimmführer der jungdeutschen Bewegung und bedeutender Vertreter des Frührealismus in Deutschland.
1811–1834
Karl Gutzkow wuchs in Berlin in ärmlichen Verhältnissen auf. Sein Vater Karl August, ein gelernter Maurer, diente Prinz Wilhelm von Preußen als Pferdewirt (Bereiter). Von 1821 bis 1829 besuchte er das Friedrichswerdersche Gymnasium. Zum Sommersemester 1829 immatrikulierte sich Gutzkow an der Universität in Berlin, um Theologie, Philologie und Philosophie zu studieren. Vorlesungen hörte er unter anderem bei Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher, August Boeckh, Karl Lachmann und Friedrich Heinrich von der Hagen. Als Student war Gutzkow Mitglied eines verbotenen burschenschaftlichen Kränzchens, der Societas bibatoria, das schon auf dem Friedrichswerderschen Gymnasium bestanden hatte und sich kurz vor einer polizeilichen Aushebung im Sommer 1831 selbst auflöste. 1830 erhielt Gutzkow für eine Arbeit (De diis fatalibus) von der Berliner Universität einen Preis, der ihm in der Aula der Universität von Hegel am 3. August feierlich überreicht wurde. Die französische Julirevolution lenkte sein Interesse den politischen und sozialen Fragen und Forderungen seiner Zeit zu.
Noch als Student begann Gutzkow 1831 mit der Herausgabe einer eigenen Zeitschrift Forum der Journal-Literatur, die allerdings wegen der geringen Zahl von Abonnenten im September schon eingestellt werden musste. Im November 1831 verließ Gutzkow Berlin und reiste zu seinem Idol, dem Literaturkritiker Wolfgang Menzel nach Stuttgart, an dessen Literatur-Blatt er bis 1834 mitarbeitete. Auch für Cottas Morgenblatt für gebildete Stände und zahlreiche andere Journale und Zeitungen schrieb er seitdem regelmäßig. 1832 wurde er von der Universität Jena „in Abwesenheit“ zum Doktor der Philosophie promoviert. Im Sommer 1832 erschienen anonym seine Briefe eines Narren an eine Närrin bei Julius Campe in Hamburg. Im Oktober desselben Jahres wurde das Buch in Preußen verboten. Gutzkow bezog zum Wintersemester 1832/33 die Universität Heidelberg, um Jura zu studieren. Zum Sommersemester 1833 wechselte er zur Fortsetzung seiner Rechtsstudien an die Universität nach München. Ende 1833 erschien sein Roman Maha Guru. Geschichte eines Gottes im Verlag von Cotta. Es handelt sich dabei um eine in Tibet spielende Satire auf die religiösen und gesellschaftlichen Zustände in Deutschland, speziell in Preußen. Im Sommer 1833 hatte Gutzkow Freundschaft mit Heinrich Laube geschlossen, mit dem er eine Reise nach Österreich und Oberitalien unternahm. Nach dieser Reise – und nachdem schon die Beziehung zu den Verlegern Julius Campe und Georg von Cotta enger geworden war – entschied sich Gutzkow, Berufsschriftsteller zu werden.
Text: “Karl Gutzkow”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Karl Gutzkow
1 buch

