Porträt von Karl Scheffler
Foto: Max Liebermann · Wikimedia Commons

Autor

Karl Scheffler

Deutscher Kunstkritiker und Publizist

Geboren
27. Februar 1869, Hamburg
Gestorben
25. Oktober 1951, Überlingen
Staatsangehörigkeit
Deutschland
Beruf
Kunsthistoriker

Leben und Werk

Karl Scheffler (* 27. Februar 1869 in Hamburg; † 25. Oktober 1951 in Überlingen) war ein deutscher Kunstkritiker und Publizist.

Leben

Der Sohn des Malermeisters John Scheffler erlernte zunächst in Hamburg-Eppendorf im Betrieb seines Onkels Claus August Meyer das Malerhandwerk. Gemeinsam mit seiner späteren Frau Dora, geb. Bielefeld, zog er zu Beginn der 1890er Jahre nach Berlin und besuchte dort die Kunstgewerbeschule. Von 1895 bis 1906 arbeitete er zunächst als Dekorationsmaler, später als Ornamentzeichner in einer Tapetenfabrik. Autodidaktisch bildete er sich zur selben Zeit auf dem Gebiet der Kunstgeschichte fort und wandte sich bald neben dem Brotberuf der Kunstpublizistik zu. Erste Artikel erschienen Ende der 1890er Jahre in Hans Rosenhagens Zeitschrift Das Atelier sowie in Maximilian Hardens Zukunft. Ferner berichtete Scheffler seit 1897 über die Berliner Kunstszene in der renommierten Monatszeitschrift Dekorative Kunst, die Julius Meier-Graefe herausgab. Während er großes Interesse für die Vertreter der Kunstgewerbebewegung wie Henry van de Velde, Peter Behrens oder August Endell zeigte, stand er der Berliner Secession anfangs noch skeptisch gegenüber. Doch wurde Scheffler dann seit 1902/03 zu einem der leidenschaftlichsten Verteidiger des deutschen Impressionismus und seines Protagonisten Max Liebermann, über den er 1906 auch eine erfolgreiche Monographie vorlegte. Daneben wandte sich Scheffler immer wieder kritisch gegen die modernefeindliche wilhelminische Kunstpolitik und polemisierte gegen die historistisch geprägte akademische Kunst, die damals vor allem bei öffentlichen Bauaufgaben und im Denkmalwesen den Ton angab.

Text: “Karl Scheffler (Kunstkritiker)”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Karl Scheffler

1 buch