Autor
Kaufmann Kohler
US-amerikanischer Reform-Rabbiner
- Geboren
- 10. Mai 1843, Fürth
- Gestorben
- 28. Januar 1926, Cincinnati
- Staatsangehörigkeit
- Vereinigte Staaten
- Beruf
- Rabbiner, Theologe und Philosoph
Leben und Werk
Kaufmann Kohler (hebräisch קאופמן קוהלר geboren 10. Mai 1843 in Fürth; gestorben 28. Januar 1926 in Cincinnati) war ein aus Deutschland stammender US-amerikanischer Rabbiner, Vordenker des Reformjudentums und Bibelwissenschaftler.
Leben
Kaufmann Kohler, Sohn des Kleiderhändlers Moritz (Moses) Kohler und der Babette geb. Löwenmayer, entstammte mütterlicherseits einer traditionsreichen Rabbinerfamilie. Der Großvater Jacob Kaufmann hatte 1812 den Nachnamen Kohler angenommen. Kaufmann Kohler wurde nach seinem Großvater benannt. Er wuchs in einem traditionellen Milieu auf; bereits in seinem fünften Lebensjahr wurde er von seinem Vater im Chumasch unterrichtet. Sowohl das tägliche Talmudstudium des Vaters als auch die Vertrautheit der Mutter mit den Werken von Lessing und Schiller prägten ihn. Gesprochen wurde deutsch, geschrieben mit hebräischen Buchstaben. Mit sechs Jahren erhielt Kohler Talmud-Tora-Unterricht in der Schule von Simon Bamberger in Fürth, und zehnjährig wechselte er nach Hassfurt, wo er vier Jahre von dem bekannten Talmudisten Eisle Michael Schüler unterrichtet wurde. Er folgte seinem Lehrer nach Höchberg und setzte seine Studien in Mainz fort. Dort hatte er die Möglichkeit, neben seinen jüdischen Studien auch Latein und Griechisch zu lernen. Mit 19 Jahren zog Kaufmann Kohler nach Altona und studierte an der dortigen Jeschiwa, die Jakob Ettlinger leitete.
„Der Mann, der den größten Einfluss auf mein junges Leben ausübte, … war niemand anderes als … Samson Raphael Hirsch …. Wenn er auch Abstand zu seinen Schülern hielt, uns nie in sein Haus einlud oder irgendein Interesse an unserem Wohlergehen oder unserem Fortschritt zeigte, wirkte seine starke Persönlichkeit doch wie ein Zauber auf seine Hörer.“ Zwei Jahre verbrachte Kaufmann Kohler in Frankfurt am Main als Schüler Hirschs, während er dort auch das Gymnasium besuchte und das Abitur ablegte. In seiner Klasse waren zwei Söhne von Abraham Geiger, aber Kohler vermied jeden Kontakt mit ihrem bekannten Vater. „Auch betrat ich niemals die Reformtempel in Frankfurt oder Mainz, denn ich hatte gelernt, sie als tiflah anzusehen – die Perversion eines Bethauses.“
Text: “Kaufmann Kohler”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Kaufmann Kohler
1 buch

