Autor
L. Mylius Erichsen
Dänischer Grönlandforscher
- Geboren
- 15. Januar 1872, Viborg
- Gestorben
- 25. November 1907, Grönland
- Staatsangehörigkeit
- Königreich Dänemark
- Beruf
- Forschungsreisender, Journalist, Schriftsteller, Redakteur und Reisender
Leben und Werk
Ludvig Mylius-Erichsen (* 15. Januar 1872 in Viborg; † 25. November 1907 auf Grönland) war ein dänischer Grönlandforscher.
Familie
Ludvig Mylius-Erichsen war der Sohn des Polizisten Peter Henrik Erichsen (1842–1911) und seiner Frau Karoline Marie Antonisen (1843–1900). Er heiratete am 8. November 1898 in Kopenhagen Marie Berthine Sophie Lesse (1868–1942), Tochter des Tabakspinners und Geschäftsführers Carl Emil Laurentius Lesse (1834–1912) und seiner Frau Marie Oline Ulrikke Olsen (1836–1924). Die Ehe war verlief unglücklich und verblieb kinderlos. Mylius-Erichsen ging wenige Jahre nach der Hochzeit eine Affäre mit seiner Sekretärin Elly Nienstædt (1869–1929) ein, aus der die uneheliche Tochter Olga (1902–1985) hervorging, wie an Mylius-Erichsens 150. Geburtstag Anfang 2022 öffentlich bekannt wurde. Diese Tochter wurde von Ellys Ehemann als sein eigenes ausgegeben. Olga Nienstædt heiratete den ungarischen Violinisten Emil Hauser (1893–1978) und aus der Ehe ging der Musikethnologe Michael Hauser (1930–2016) hervor, der die traditionelle Musik der Inughuit in Grönland erforschte, die sein heimlicher Großvater als erster untersucht hatte.
Die literarische Grönlandexpedition
1902 bis 1904 leitete er eine dänische Expedition entlang der Westküste Grönlands bis in das Kap York-Gebiet, an der u. a. auch der Maler und Zeichner Harald Moltke und der grönländisch-dänische Polarforscher Knud Rasmussen beteiligt waren. Ziel der Expedition, die 1903/1904 auf der Saunders-Insel überwinterte, war die ethnografische Feldforschung unter den Polar-Inuit, insbesondere die Aufzeichnung ihrer Lieder und Legenden. Daher wird sie in der Literatur auch „Die literarische Grönlandexpedition“ genannt. Während dieser Reise machte er auch phonographische Aufnahmen; allerdings gingen sämtliche Tonwalzen „infolge mangelhafter Verpackung während des Transportes nach Europa zugrunde“.
Text: “Ludvig Mylius-Erichsen”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

