Porträt von Leandro Fernández de Moratín
Foto: Francisco Goya · Wikimedia Commons

Autor

Leandro Fernández de Moratín

Spanischer Dramenautor

Geboren
10. März 1760, Madrid
Gestorben
21. Juni 1828, Paris
Staatsangehörigkeit
Spanien
Beruf
Dramatiker, Dichter, Übersetzer und Schriftsteller
Strömung
Klassizismus

Leben und Werk

Leandro Fernández de Moratín (* 10. März 1760 in Madrid; † 2. Juni 1828 in Paris) war ein spanischer Dichter und Dramenautor.

Leben

Leandro Fernández de Moratín wurde als Sohn des spanischen Dichters und Dramenautors Nicolás Fernández de Moratín (1737–1780) geboren, weswegen er oft als „Moratín der Jüngere“ bezeichnet wird. Seine Mutter hieß Isidora Cabo Conde. Mit vier Jahren erkrankte er an Pocken. Da sein Vater gegen ein Universitätsstudium war, wurde er zunächst Uhrmacher.

Er war Protegé von Manuel de Godoy und ergriff nach der Besetzung Spaniens durch die Truppen von Napoleon Bonaparte als so genannter „Afrancesado“ Partei für dessen Bruder Joseph Bonaparte, der nach erzwungener Abdankung der Bourbonen den spanischen Thron bestieg. Zum Dank wurde er zum „Bibliotecario Mayor“ (Oberbibliothekar) ernannt, was ihm nach Vertreibung der Franzosen einigen Ärger eintrug, so dass er nach Barcelona übersiedelte und die letzten Jahre seines Lebens in Bordeaux und Paris verbrachte, wo er auch starb.

Werk

Leandro Fernández de Moratín war der bedeutendste Dramenautor des 18. Jahrhunderts in Spanien und setzte sich für die Erneuerung des Theaters in Spanien ein. Er schrieb in der Stilrichtung des Neoklassizismus.

Moratín übersetzte Werke von Molière wie Le médecin malgré lui (Der Arzt wider Willen) oder L'école des maris (Die Schule der Ehemänner) und fertigte auch die erste Prosaübersetzung von Shakespeares Hamlet ins Spanische an.

Weniger bekannt ist seine Rolle als Theaterhistoriker: Seine postum veröffentlichte Geschichte der Ursprünge des spanischen Theaters Orígenes del teatro español (1830–31) war eine der ersten seriösen Studien über das spanische Theater vor Lope de Vega.

Text: “Leandro Fernández de Moratín”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Leandro Fernández de Moratín

1 buch