James Henry Leigh Hunt (* 19. Oktober 1784 in Southgate bei London; † 28. August 1859 in Putney) war ein englischer Schriftsteller, Kritiker, Journalist und Herausgeber von Zeitschriften.
Leben
Hunt ließ schon als Schüler der Christ’s Hospital-Schule in London mehrere Essays and juvenile poems im Juvenile Preceptor drucken. 1808 arbeitete er zunächst bei einem Rechtsanwalt und erhielt sodann eine Staatsanstellung, die er aber wieder aufgab, um sich vorzugsweise der Theaterkritik zu widmen.
Aus dieser Zeit stammen seine vortrefflichen Essays über Theater und dramatische Kunst, die 1807 unter dem Titel: Critical essays on the performances of the London theatres gesammelt erschienen. Schonungslos in Besprechung kirchlicher und politischer Verhältnisse und Personen, z. B. in den Pamphleten: On the folly and danger of methodism (1809) und The reformist's reply to an article on the state of parties in the Edinburgh Review (1809), wusste er den Radikalismus am geistreichsten in die Londoner Journalistik einzuführen, besonders in dem von ihm gemeinschaftlich mit seinem Bruder John 1808 gegründeten und im radikal-reformpolitischen Geist geschriebenen Examiner.
1811 kam es zu einer ersten Begegnung zwischen Leigh Hunt und dem jungen Dichter Percy Bysshe Shelley, nachdem Shelley sich in einem Brief an Hunt gewandt und diesem von seinen Vorstellungen zu politischen Reformen berichtet hatte. Daraufhin lud Hunt Shelley zu sich nach Hampstead ein.
Wegen eines Libells auf den Prinzregenten, nachmaligen König Georg IV., wurde er 1813 zu zweijähriger Einkerkerung verurteilt, wofür er sich durch seinen Report of an information, filed ex officio by the Attorney general with observations rächte.