Autor
Léon Bloy
Französischer Schriftsteller und Sprachphilosoph
- Geboren
- 11. Juli 1846, Périgueux
- Gestorben
- 3. November 1917, Rue André-Theuriet
- Staatsangehörigkeit
- Frankreich
- Beruf
- Schriftsteller, Essayist, Tagebuchschreiber, Dichter und Romancier
- Wichtige Werke
- Le Désespéré · The Woman Who Was Poor
Leben und Werk
Léon Marie Bloy (* 11. Juli 1846 in Notre-Dame-de-Sanilhac; † 3. November 1917 in Bourg-la-Reine bei Paris) war ein französischer Schriftsteller und katholischer Sprachphilosoph.
Leben
Léon Bloy – Sohn von Jean Baptiste Bloy (1814–1877), einem freimaurerischen Ingenieur, und seiner Ehefrau Anne-Marie Carreau (1818–1877), Katholikin spanischer Herkunft – war das zweitälteste Kind von insgesamt sieben Söhnen. Die Schule brach Bloy in der vierten Gymnasialklasse ab. Danach lernte er im Büro seines Vaters technisches Zeichnen, entwarf Tragödien, begann ein Kunststudium und versuchte sich als Autor. In dieser Zeit verlor Léon Bloy seinen Glauben.
1864 ging Bloy nach Paris, um Maler zu werden. Er arbeitete jedoch zunächst als Büroangestellter und Zeichner in einer Eisenbahngesellschaft. Als rebellischer Sozialist begegnete Bloy 1867 dem Katholiken und Antirepublikaner Jules Amédée Barbey d’Aurevilly, dessen Sekretär er wurde. Durch diese Tätigkeit lernte er die Royalisten Louis de Bonald und Joseph de Maistre sowie den Traditionalisten Juan Donoso Cortés kennen. Léon Bloy studierte die Vulgata, die Schriften von Antoine Blanc de Saint-Bonnet sowie die Mystikerinnen Anna Katharina Emmerick und Angela von Foligno. Der gesamte Einfluss bewirkte, dass Bloy 1869 zum katholischen Glauben seiner Kindheit zurückkehrte.
Am Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871 nahm Léon Bloy als Freischärler in den Mobiles de la Dordogne ohne Fronteinsatz teil. Seine Kriegserlebnisse verarbeitete er literarisch in dem Buch Sueur de Sang (1893).
Text: “Léon Bloy”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

