Leopoldo Enrique García-Alas y Ureña, Pseudonym Clarín, (* 25. April 1852 in Zamora, Spanien; † 13. Juni 1901 in Oviedo, Asturien, Spanien) war ein spanischer Schriftsteller und Journalist.
Er war Professor für Römisches Recht an der Universität Oviedo.
Sein berühmtestes Werk ist der 1885 erschienene Roman La Regenta (dt. Die Präsidentin). Der Roman wurde mit Gustave Flauberts Madame Bovary verglichen, der als Ehebruchs- und Verführungsroman gilt. Auch sein Roman Su único hijo von 1890 (dt. Sein einziger Sohn, 2002) liegt in einer deutschen Übersetzung vor.
Leben
Leopoldo Alas wurde als viertes Kind seiner Eltern in Zamora geboren, wo sein Vater, Jenaro García Alas y Suárez, Gobernador Civil der Provinz war (seine Mutter hieß Leocadia).
1854 wird der Vater nach León versetzt, wo der Junge eine Jesuitenschule besucht. 1859 geht es nach einer neuerlichen Versetzung des Vaters wieder zurück nach Oviedo, wo Leopoldo im Gymnasium den späteren Schriftsteller Armando Palacio Valdés kennenlernt. In dieser Zeit verfasste er erste Theaterstücke, die die beiden Freunde auch selber aufführten. Mit 16 gab er eine humoristische Wochenschrift namens „Juan Ruiz“ heraus. 1869 bekam er den „Bachiller en Artes“ (das spanische Äquivalent zum Abitur), zur gleichen Zeit schickte er erste Artikel an Zeitungen und Zeitschriften in Madrid, wohin er zum Jurastudium ging, das er bereits 1871 abschloss. Eine Zeitlang versuchte er es auch mit einem Studium in „Filosofía y Letras“ (Geisteswissenschaften), machte dann aber doch ein Jura-Doktorat mit einer Dissertation über „El Derecho y la Moralidad“ (Recht und Moral); sein Doktorvater war niemand geringerer als Francisco Giner de los Ríos, der Begründer der Institución Libre de Enseñanza. Dies ist zugleich auch das einzige Buch, das nicht unter seinem Pseudonym veröffentlicht wurde.