Porträt von Lincoln Ellsworth
Foto: George Grantham Bain · Wikimedia Commons

Autor

Lincoln Ellsworth

US-amerikanischer Polarforscher

Geboren
12. Mai 1880, Chicago
Gestorben
26. Mai 1951, New York City
Staatsangehörigkeit
Vereinigte Staaten
Beruf
Forschungsreisender, Ingenieur, Pilot, Polarforscher und Schriftsteller

Leben und Werk

Lincoln Ellsworth (* 12. Mai 1880 in Chicago, Illinois, USA; † 26. Mai 1951 in New York City) war ein US-amerikanischer Polarforscher und Flieger.

Frühe Jahre

Er war der Sohn des Millionärs James W. Ellsworth, der in Pennsylvania eine der größten Kohlegruben der Welt besaß. Nach dem frühen Tod der Mutter Eva Frances Ellsworth (1852–1888) wurde Lincoln Ellsworth von seiner Großmutter in Hudson, Ohio, aufgezogen, wo er die Western Reserve Academy besuchte. Er studierte an der Yale University und arbeitete von 1904 bis 1907 als Vermessungsingenieur. Nachdem er weitere Kurse in Vermessungstechnik und Astronomie an der McGill University in Montreal besucht hatte, ließ er sich in New York nieder. 1913 wurde er Assistent an der New Yorker Biologischen Anstalt. Während des Ersten Weltkriegs trat er 1916 in die französische Armee ein, um sich zum Piloten ausbilden zu lassen. 1924 nahm Ellsworth an einer geologischen Expedition in die peruanischen Anden teil.

Unternehmungen in der Arktis

1925 versuchte Ellsworth gemeinsam mit Roald Amundsen, den er während des Krieges in Paris kennengelernt hatte, in zwei Dornier-Wal-Flugbooten, genannt N 24 und N 25, den Nordpol zu erreichen. Finanziert war das Unternehmen zum großen Teil durch Ellsworths Vater. Als Piloten hatte Amundsen die norwegischen Militärflieger Hjalmar Riiser-Larsen und Leif Dietrichson ausgewählt. Er selbst und Ellsworth waren für die Navigation verantwortlich. Zusätzlich hatte jedes Flugboot noch einen Mechaniker an Bord, N 24 den Norweger Oskar Omdal und N 25 den Deutschen Karl Feucht. An Position 87° 43′ nördlicher Breite und 10° 20′ 1″ westlicher Länge ließ Amundsen die Flugzeuge auf dem Eis landen, um die genaue Position zu bestimmen und das weitere Vorgehen festzulegen. Es stellte sich als unmöglich heraus, beide Flugzeuge wieder flott zu machen. Innerhalb von 24 Tagen bauten die sechs Männer eine Startbahn und kehrten mit N 25 nach Spitzbergen zurück. Niemand vor ihnen war dem Pol in einem Flugzeug so nahegekommen. Ellsworth erhielt später vom norwegischen König Haakon VII. die Rettungsmedaille verliehen, da er Dietrichson und Omdal aus dem Wasser gezogen hatte, nachdem diese auf jungem Eis eingebrochen waren.

Text: “Lincoln Ellsworth”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Lincoln Ellsworth

2 bücher