Autor
Lorenzo Valla
Italienischer Humanist und Kanoniker
- Geboren
- 1407, Rom
- Gestorben
- 1. August 1457, Rom
- Beruf
- Schriftsteller, Philologe, Hochschullehrer, Philosoph und Katholischer Priester des Römischen Ritus
- Strömung
- Humanismus
- Wichtige Werke
- Die zu Unrecht anerkannte und erlogene Schenkung Konstantins · Confutatio in Morandum · Elegantiarum linguae latinae libri sex · Confutatio altera in Morandum · Fabelle Aesopi · Apologus seu actus scenicus in Poggium · Encomion sancti Thomae
Leben und Werk
Lorenzo Valla (auch Lorenzo della Valle, lateinisch Laurentius Valla; * zwischen 2. August und 6. Dezember 1406 in Rom; † 1. August 1457 ebenda) war ein italienischer Humanist und Kanoniker. Er gilt als Begründer der modernen Textkritik.
Leben
Lorenzo Valla wurde zwischen 2. August und 6. Dezember 1406 in Rom geboren. Er war als Sohn des kurialen Konsistorialadvokaten Luca della Valla stadtadeliger Abkunft. Seine Ausbildung erhielt er bei Leonardo Bruni und den Kuriensekretären Rinuccio da Castiglione und Giovanni Aurispa, die zu den besten Philologen ihrer Zeit zählten. Er studierte die Schriften von Aristoteles, Cicero, Quintilian, Boethius und der Kirchenväter, aber auch die scholastische Literatur, und wurde ein ausgezeichneter Kenner der Werke des Thomas von Aquin.
Eine Anstellung im Vatikan wurde Valla unter Hinweis auf sein jugendliches Alter verwehrt. Er verließ Rom und siedelte nach Piacenza über. Erste Entwürfe seiner Dialoge De voluptate und De libero arbitrio entstanden.
1431 bemühte sich Valla bei Papst Eugen IV. erneut erfolglos um eine Anstellung. Im Herbst folgt er Gasparino Barzizza auf dem Lehrstuhl für Rhetorik in Pavia, wo er engen Kontakt mit diversen Humanisten hatte, darunter Maffeo Vegio. Auseinandersetzungen mit den dortigen Juristen um seine ersten Publikationen (Quaestiones dialecticae; De libero arbitrio; De elegantiis Latini sermonis) zwangen Valla, Pavia 1433 zu verlassen. Anstoß erregte er insbesondere durch seine in De elegantiis Latini sermonis vorgetragene Kritik am damals üblichen Mittellatein. Er verlangte von den Gelehrten, ihre Prosa am Vorbild des klassischen Latein auszurichten, wie es etwa Cicero geschrieben hatte. Anschließend hielt sich Valla in verschiedenen oberitalienischen Städten auf, u. a. in Mailand.
Text: “Lorenzo Valla”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Lorenzo Valla
1 buch

