Porträt von Lothrop Stoddard
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Autor

Lothrop Stoddard

US-amerikanischer Eugenier und Autor

Geboren
29. Juni 1883, Brookline
Gestorben
1. Mai 1950, Washington, D.C.
Staatsangehörigkeit
Vereinigte Staaten
Beruf
Anthropologe, Politikwissenschaftler, Historiker, Sachbuchautor und Journalist
Wichtige Werke
The Rising Tide of Color Against White World-Supremacy

Leben und Werk

Theodore Lothrop Stoddard (* 29. Juni 1883 in Brookline, Massachusetts; † 1. Mai 1950 in Washington, D.C.) war ein amerikanischer Historiker und Journalist. Er schrieb einige aufsehenerregende und auflagenstarke Bücher, in denen er auf der Grundlage rassentheoretischer Annahmen zivilisatorische Untergangsszenarien formulierte. Stoddard setzte sich für eine restriktivere Immigrationspolitik der USA ein, propagierte Rassentrennung, Antisemitismus und Eugenik. Er gilt als einer der profiliertesten amerikanischen Rassisten des 20. Jahrhunderts und wurde auch von führenden Nationalsozialisten als Einfluss genannt. Stoddard war auch einer der Direktoren und Mitbegründer der American Birth Control League.

Leben und Werk

Der Sohn des Reiseschriftstellers John Lawson Stoddard absolvierte seine College-Ausbildung in Harvard. Er studierte bis 1908 Recht an der Boston University, praktizierte aber nur kurz. 1914 erwarb er mit einer Arbeit über die französische Revolution auf Santo Domingo den Doktortitel in Geschichte an der Harvard-Universität. Darin beschrieb er die „Vernichtung“ der weißen Siedler durch ihre Sklaven, die durch die egalitären Ideale der Revolution aufgehetzt worden seien. Er sah in diesem Konflikt des späten 18. Jahrhunderts ein Menetekel für die Moderne.

Sein weiteres Leben widmete Stoddard seiner Arbeit als Journalist und Publizist. 1918 bis 1920 war er Redakteur für Außenpolitik beim World’s Work Magazine. Nach seinen ersten Bucherfolgen arbeitete er als freier Autor. In seinen rassentheoretischen Schriften orientierte er sich vor allem an Madison Grant, mit dem er in engem Kontakt stand. Er übernahm ganze Passagen aus Grants Hauptwerk The Passing of the Great Race in seine eigenen Schriften, sah sich aber weniger dem „nordischen Gedanken“ verpflichtet, sondern beschäftigte sich eher mit den internationalen Perspektiven. In seinem wohl bekanntesten Buch The Rising Tide of Color Against White World-Supremacy (1920) warnte Stoddard vor einer bevorstehenden Bevölkerungsexplosion der „farbigen“ Rassen, welche die „weiße“ Weltherrschaft in Frage stellen werde. Besonders gefährlich seien die „gelben Rassen“ – Japaner und Chinesen –, die sich noch nie von Weißen hätten unterwerfen lassen. Eine „Flut minderwertiger Rassen“ werde sich über die Stammländer der „Nordischen“ ergießen. Die Eliminierung oder Absorption der „weißen Rasse“ werde das Ende der westlichen Zivilisation bedeuten.

Text: “Lothrop Stoddard”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Lothrop Stoddard

2 bücher